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27.01.2005

07:32 Uhr

Die Liebe und der Krieg - mit Audrey Tautou

Neu im Kino: "Mathilde - Eine große Liebe"

VonKlaus Eder

Erinnern Sie sich an Amélie, das bezaubernde Pariser Geschöpf? Audrey Tautou, die junge Schauspielerin, und Jean-Pierre Jeunet, der Regisseur von "Die fabelhafte Welt der Amélie" (2001), haben wieder einen Film miteinander gemacht.

Filmszene aus "Mathilde"

Filmszene aus "Mathilde"

Nur ist das Thema ungleich ernster als die grotesk-verspielte Welt des Montmartre: der Erste Weltkrieg, die Front. Mit großem Aufwand (der Film war sehr teuer) inszeniert Jeunet diesen Krieg, besser: seinen Schrecken und Wahnsinn.

An einem Abschnitt der Front, Bingo Crepuscule, werden im Januar 1917 fünf junge Soldaten in den sicheren Tod geschickt, aus Strafe, weil sie sich, um dem Wahn zu entgehen, selbst verstümmelt hatten. Einer von ihnen ist Manech, der Verlobte von Amélie, die jetzt Mathilde heißt. Der Schauspieler des Manech, Gaspard Ulliel, bleibt blass, während Audrey Tautou wieder liebreizend ist, eine leichte Gehbehinderung macht sie anrührend.

Weil Mathilde ihren Manech liebt (Jeunets Thema: die Kraft der Liebe), glaubt sie nicht, dass er gefallen ist, und macht sich nach dem Krieg daran, den Vorfall von Bingo Crepuscule aufzuklären. Viel ist in Rückblenden erzählt. Mosaikartig kommt Mathilde der Wahrheit näher, bis zum für sie glücklichen Ende. Da ist Jean-Pierre Jeunet (bei allen Schwächen, die der Film auch hat) eine Figur gelungen, die so sehr an die Liebe glaubt, dass sie alle Widrigkeiten überwindet - und sei es die schlimmste aller Widrigkeiten: der Krieg.

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