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09.02.2013

09:45 Uhr

Diskriminierende Begriffe

Mehrheit will keine Änderungen in Kinderbüchern

Gehören Wörter wie „Negerlein“ oder „Zigeuner“ noch in Kinderbücher? Ja, meint die Mehrheit der Deutschen laut einer Umfrage. Sie glauben, dass das Vorlesen diskriminierender Begriffe keinen Einfluss auf ihre Kinder hat.

Autor Otfried Preussler: Die meisten Deutschen wollen, dass sein Kinderbuch „Der Räuber Hotzenplotz“ so bleibt wie es ist. ap

Autor Otfried Preussler: Die meisten Deutschen wollen, dass sein Kinderbuch „Der Räuber Hotzenplotz“ so bleibt wie es ist.

BerlinEine große Mehrheit der Deutschen lehnt die Streichung diskriminierender Begriffe wie „Negerlein“ aus Kinderbüchern ab. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagten 70 Prozent, solche Wörter sollten nicht entfernt werden. Nur 22 Prozent sind dafür. 65 Prozent der Befragten finden, dass nachträgliche Eingriffe Zensur wären.

Der Stuttgarter Thienemann-Verlag hatte im Januar angekündigt, Begriffe wie „Negerlein“ und „Neger“ aus Kinderbuch-Klassikern wie Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ zu streichen. Auch andere Verlage feilen daran.

Über den Sinn solcher Maßnahmen wird heftig diskutiert. Unter den Männern ist die Ablehnung etwas größer (73 Prozent) als unter den Frauen (67 Prozent). Je älter die Befragten sind, desto stärker wollen sie an der vertrauten Fassung der Kinderbücher festhalten: Während unter den 16 bis 24-Jährigen immerhin 39 Prozent dafür sind, Wörter wie das „Negerlein“ zu verbannen, bejahen das bei der Altersgruppe ab 55 Jahren nur noch 16 Prozent.

Zwischen West und Ost gibt es keine großen Unterschiede: Im Westen sagen 69 Prozent Nein zu Änderungen, im Osten sind es 73 Prozent. Auch Haushaltseinkommen und Bildungsabschluss spielen bei der Bewertung kaum eine Rolle: So sind unter den Befragten mit Hauptschulabschluss ebenso 70 Prozent gegen nachträgliche Eingriffe wie unter denen mit Abitur.

Kommentare (30)

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Henry

09.02.2013, 10:25 Uhr

Der Kommentar ist eine perfide Diskriminierung, indem "Negerlein" als diskriminierend voraus gesetzt wird dann gekoppelt an die Mehrheit der Deutschen.

Die EU ist ein völkerrfeindlicher (rassistischer) und faschistischer Moloch. Da kann die gleichgeschaltete Presse sich propagandistisch noch so sehr ins Zeug legen.

Account gelöscht!

09.02.2013, 10:30 Uhr

"[...] als unter den Frauen (67 Prozent)." NANANA! Frauen ist ein diskriminierender und sexistischer Begriff. Das sind nun "Menschen mit Menstruationshintergrund".

Sarina

09.02.2013, 10:53 Uhr

Diese Scheiße ist bald nicht mehr auszuhalten. Ich bin sehr froh, dass ich heute nicht mehr 20 bin, und mir die Auswirkungen dieses Gesinnungswahns erspart bleiben! Die Jungen sind nicht zu beneiden, die sich diesem scleichenden, moralinsauren und heuchlerischen Gesinnungsfaschismus nicht entziehen können. Schuld daran sind allerdings in vorderster Front die Medien und das rot-grüne Verblödungsmilieu!

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