Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.06.2012

12:18 Uhr

Dorotheum

Triumph für die zeitgenössische Kunst

VonOlga Kronsteiner

Mit Gegenwartskunst macht das Wiener Auktionshaus Dorotheum 45 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Gestiegen ist auch die Nachfrage nach Alten Meistern. Andere Sparten bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Eine Bilanz nach Abschluss der zweiten Auktionswoche.

Gilbert Bretterbauer („Sitzscheibe weiß“, 2011) auf Agostino Bonalumi („Bianco“,1981) Elwood/Dorotheum

Gilbert Bretterbauer („Sitzscheibe weiß“, 2011) auf Agostino Bonalumi („Bianco“,1981)

WienEtwa Mitte Juni wird das Wiener Auktionshaus die Bilanz zum Halbjahr bekanntgeben, allerdings voraussichtlich nur eingeschränkt: Die Saison wird dann entweder als "erfolgreich" oder auch als „Rekord" tituliert werden, ergänzt um die höchsten seit Jahresbeginn verzeichneten Zuschläge.

Mit konkreten Umsatzzahlen darf man nicht rechnen, denn die werden ausnahmslos zum Jahresabschluss publiziert. Einen Richtwert zum Geschäftsverlauf bieten immerhin die ersten beiden von insgesamt vier jährlichen Auktionswochen. Allein in diesen zwölf von insgesamt knapp 100 seit Januar abgehaltenen Spartensitzungen notierte man 26,82 Millionen Euro, was einem Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von exakt zwei Prozent entspricht: 2011 lag dieser Wert bei 26,35 Millionen und war damals als die „beste Frühjahrs-Saison in der Geschichte des Hauses" annonciert worden.

Eine Vorgabe, die in den letzten Wochen tatsächlich übertroffen werden konnte. Zwei Sparten scheinen hierbei das Zünglein an der Waage gewesen zu sein: Gemälde Alter Meister im Zuge der ersten (17.-19. April) und Zeitgenössisches im Rahmen der aktuellen Auktionswoche (21. bis 24. Mai).

Die Nachfrage für die Garde der Altmeister summierte sich auf 7,64 Millionen Euro und damit auf eine Steigerung um zehn Prozent gegenüber 2011, jene für die Zeitgenossen auf 5,6 Millionen Euro oder 45 Prozent und damit zum höchsten Umsatz, der je in dieser Sparte in Österreich bewilligt wurde.

Die beiden Toplose, Anish Kapoors hohlspiegelartige Arbeit sowie Lucio Fontanas in Zartrosa gehaltenes „Concetto spaziale", stammten aus europäischen Privatsammlungen und suchten zum Schätzwert von 400.000 bis 600.000 Euro eine neue Heimat: Fontanas universelle Raumerfahrung wanderte für 582.300 (inkl. Aufgeld) in die Schweiz ab, während Anishs Kapoors schwindelerregende, aber sublime Erlebniswelt für 754.800 Euro, den höchsten Zuschlag der Woche, künftig ein österreichisches Interieur ziert: Ein heimisches Sammlerehepaar setzte sich gegen die übers Telefon zugeschaltete Konkurrenz aus Italien, England und den USA durch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×