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05.12.2013

09:58 Uhr

Dorotheum und im Kinsky

Wiener Versteigerer melden Rekordumsätze

VonOlga Kronsteiner

Ausgeprägte Kauflust beherrscht die jüngste Auktions-Serie der Wiener Versteigerer. Anders als die vorangegangenen Antiquitätenmessen profitieren sie von ihrer internationalen Kundschaft. Sowohl beim Dorotheum als auch „im Kinsky“ stehen beste Ergebnisse in den Bilanzen.

Um diesen byzantinischen Steigbügelring wurde im Kinsky zäh gerungen. Ein US-Museum bewilligte 189.000 Euro. im Kinsky, Wien

Um diesen byzantinischen Steigbügelring wurde im Kinsky zäh gerungen. Ein US-Museum bewilligte 189.000 Euro.

WienSo frustrierend die Bilanz der Anfang November in Wien abgehaltenen Kunst- und Antiquitätenmessen für die Mehrheit der Teilnehmer war, die Auktionsbranche scheint dank seiner internationalen Kunden vor Kaufunlust gefeit. Die vom 25. bis 29. November 2013 abgehaltenen Versteigerungen verliefen für beide Wiener Anbieter überaus zufrieden stellend. Das betraf weniger die Absatzquote als die Umsätze, die teils über hausinternen Bestwerten lagen.

Hinter prächtiger Fassade: der Stammsitz des Auktionshauses Dorotheum in Wien Dorotheum - C. Stukhard

Hinter prächtiger Fassade: der Stammsitz des Auktionshauses Dorotheum in Wien

Im Dorotheum sorgte die Sparte Silber zum Auftakt der vierten und letzten Auktionswoche für die historisch beste Saison. Bereits im Mai hatte sich Experte Georg Ludwigstorff einen Rekord verbucht, der nun mit 2,37 Millionen Euro inklusive Aufgeld neuerlich übertroffen wurde. Die Verkaufsquote lag bei 69 Prozent.

Russische Sammlerlust

Den höchsten Zuschlag erteilte man jedoch für ein Gemälde von George Dawe, das auf Wunsch des Einbringers in diesem, von russischen Käufern stark frequentierten Umfeld zum Aufruf gelangte. Entsprechend dieser Erwartungen wechselte das ganzfigurige Porträt Zar Alexander I. für 341.900 Euro in russischen Besitz. Für eine St. Petersburger Schnupftabakdose mit dem Konterfei Zar Peter des Großen setzte sich dagegen ein amerikanischer Käufer durch. Er bot das Elffache des mittleren Schätzwertes, 55.200 Euro.

Die an Umfang stärkste Offensive schickte das Dorotheum in der Kategorie Zeitgenössisches an den Start: 324 Positionen, die in zwei Tranchen zur Verteilung gelangten, wobei 60 Prozent tatsächlich den Besitzer wechselten und mit 7,35 Millionen Euro für einen Umsatzrekord sorgten. Den höchsten Wert bewilligte ein französischer Käufer für ein „Concetto spaziale“ von Lucio Fontana. 1,07 Millionen Euro erzielte die „Spaziale Attesa (68 T 77)“ betitelte Leinwand, die aus einer italienischen Privatsammlung stammt (Taxe 400.000 bis 600.000 Euro).

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