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23.03.2012

01:00 Uhr

Echo-Verleihung

Die Musikbranche feiert sich - mit Kuss und Tränen

Die Promi-Dichte bei der Musikshow war hoch. Die Moderatorinnen küssten sich wie einst Madonna und Britney Spears. Wolfgang Niedecken meldete sich mit Tränen in den Augen nach seinem Schlaganfall zurück.

Zum 21. Mal wurde am heutigen Donnerstag der Musikpreis Echo in Berlin verliehen. Die Auszeichnung wurde in 27 Kategorien vergeben. dapd

Zum 21. Mal wurde am heutigen Donnerstag der Musikpreis Echo in Berlin verliehen. Die Auszeichnung wurde in 27 Kategorien vergeben.

BerlinEin neues Showkonzept hatten die Veranstalter des Echos angekündigt. Und die Gala begann gleich mit einem kleinen Aufreger. „Es ist Viertel nach Acht. Was erwarten die Zuschauer?“, fragte Moderatorin Ina Müller. Ganz bestimmt nicht das, was dann folgte: Müller beugte sich zu ihrer Co-Moderatorin Barbara Schöneberger herüber und gab ihr einen langen Kuss.

Dutzende Stars und Sternchen gaben sich am Donnerstagabend im Berliner Palais am Funkturm die Ehre. Bei strahlendem Sonnenschein sorgten Katy Perry, Marilyn Manson, Shaggy, Sido, Pietro Lombardi und viele andere für Kreischalarm am Roten Teppich. Neben den launischen Moderationen und zahlreichen Live-Auftritten bot die Preisverleihung aber auch berührende Momente.

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, der gerade erst von seinem Schlaganfall im November genesen ist, erhielt einen Echo für sein Lebenswerk. Die verstorbenen Soul-Diven Whitney Houston und Amy Winehouse wurden in die Hall of Fame aufgenommen. Anstatt langer Lobeshymnen und Dankesreden bekamen die Zuschauer während der Gala Musik satt geboten.

Neben den Auftritten von Katy Perry, Lana del Rey, Roman Lob und den Toten Hosen setzen die Veranstalter vor allem auf musikalische Co-Produktionen: BAP sangen mit Clueso und Thomas D., Kraftklub wurden von Rapper Casper unterstützt und Rammstein rockten mit Marilyn Manson, der die Deutschen auf der Bühne als eine seiner Lieblingsband feierte.

Für ihn sei der Echo wie ein Klassentreffen, sagte der Sänger der Toten Hosen, Campino. Und am Ende warte „ein Riesenberg Getränke“, fügte er mit Blick auf die Aftershowparty vergnügt hinzu. Aufgeregter waren die Newcomer, die in diesem Jahr erstmals beim Echo auftraten. „Ich bin sehr nervös“, sagte Deutschlands Vertreter beim Eurovision Song Contest, Roman Lob. Für ihn sei der Live-Auftritt ein guter Test für Baku.

Auch Sänger Tim Bendzko fieberte der Show entgegen. Als er die Auszeichnung als bester Newcomer entgegennahm, zeigte er sich gerührt: „Ich bin unglaublich glücklich, das machen zu dürfen“. Bei seinen Schmusesong „Nur noch kurz die Welt retten“ wurde er unterstützt vom jamaikanischen Sänger Shaggy.

Kommentare (1)

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Hartmut.Rast

23.03.2012, 09:43 Uhr

Es können einem wirklich Tränen in die Augen kommen, wenn man zusehen muß wie sich diese Verblödungskultur selbst feiert und "Mandelkitzler" nun als neues Rollenmodell präsentiert.

Oder war das eine politische Aussage zum Thema Gleichberechtigung, weil Honecker und Breschnew diese Art von Begrüßung schon vor Jahrzehnten zelebriert hat ?

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