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02.05.2017

12:33 Uhr

Einigung im Tarifstreit

Hollywoods Drehbuchautoren streiken nicht

Wenn in Hollywood die Autorengilde streikt, geht in der US-Unterhaltungsbranche nichts mehr. Das hat das Business zuletzt 2008 erlebt – und ist jetzt in letzter Minute am erneuten Ausstand vorbeigeschrammt.

Vor rund zehn Jahren gab es den letzten großen Streik der amerikanischen Drehbuchautoren. Hollywood wurde komplett lahmgelegt. Jetzt droht ein erneuter Arbeitskampf. AP

Autorenstreik 2007

Vor rund zehn Jahren gab es den letzten großen Streik der amerikanischen Drehbuchautoren. Hollywood wurde komplett lahmgelegt. Jetzt droht ein erneuter Arbeitskampf.

Los AngelesIn letzter Minute ist ein Streik der Drehbuchautoren in Hollywood abgewendet worden. Wie die „New York Times“ berichtete, wurde zwischen der Autorengewerkschaft Writers Guild und den Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers) eine vorläufige Einigung über einen neuen Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren erzielt.

Die Verhandlungen für die mehr als 13 000 Autoren liefen bereits seit März. Die Schreiber forderten Gehaltserhöhungen und Zuschüsse für die Krankenversorgung. Die aktuellen Verträge liefen um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag aus. Erstmals seit fast zehn Jahren drohte ein Streik. Zuletzt waren die Schreiber 2007 und 2008 für 100 Tage im Ausstand.

Die aktuellen Verträge liefen um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag aus. Nach dieser Frist hätte auch ein Streik ausgerufen werden könne, falls keine Einigung erzielt worden wäre. Die Writers Guild hatte vorige Woche grundsätzlich grünes Licht für einen Streik seiner Mitglieder gegeben.

Der vorherige Streik hatte Hollywood nahezu lahmgelegt. Die Dreharbeiten zu mehr als 60 TV-Shows wurden eingestellt, Filmprojekte verschoben und Gala-Shows abgesagt. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Der finanzielle Verlust für die Unterhaltungsbranche wurde auf Hunderte Millionen Dollar geschätzt. Allerdings verstärkten damals manche Filmschaffende ihre Ambitionen, Web-Formate ins Leben zu hieven.

Von

dpa

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