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24.10.2013

13:25 Uhr

Ender's Game im Kino

Das genialste Spiel der Literaturgeschichte

VonThorsten Giersch

18 Jahre nach dem Erscheinen des Buches kommt „Ender’s Game“ ins Kino. Endlich, sagen nicht nur die Fans von Orson Scott Cards Kultwerk: visionäre Science Fiction, in der Harrison Ford brilliert wie lange nicht mehr.

Harrison Ford so stark wir lange nicht - als Ausbilder Colonel Hyrum Graff. dpa

Harrison Ford so stark wir lange nicht - als Ausbilder Colonel Hyrum Graff.

DüsseldorfWie real ist das Töten, wenn man Zehntausende Kilometer entfernt an einem Joystick sitzt statt im Cockpit eines Düsenjets? Wenn die Grenze zwischen Nervenbahn und Glasfaserkabel verschwindet? Auf diese Fragen, die sich in diesen Jahren der Drohnenkriege und Cyberattacken allzu selbstverständlich stellen, ist Orson Scott Card bereits in den 80er-Jahren gekommen – in seinem Buch „Ender’s Game“.  Es ist eine verrückt-geniale Geschichte über eine Zukunft, von der die Hälfte schon eingetreten ist und wo sich Millionen Leser in aller Welt seit Jahren fragen: Warum nicht auch die andere?

In Deutschland ist „Ender’s Game“ vergleichsweise wenig bekannt. Das wird sich nun ändern, denn der Kult-Roman wird nun sehr buchstabengetreu ins Kino übersetzt. In den USA lechzen Millionen Fans dem Start der Films entgegen, der gerade im zweiten Teil fulminant Fahrt aufnimmt und einen echten Überraschungs-Punch bereithält. Schließlich ist das Buch Pflichtlektüre für US-Marines und gleichzeitig auch bei Linksliberalen geschätzt. Diesen enormen Widerspruch zu überwinden ist eine fast unmögliche Leistung, die Orson Scott Card nicht hoch genug anzurechnen ist.

Die 15 erfolgreichsten Filme

Platz 15

„Harry Potter und der Stein der Weisen“ (2001)

Brutto-Einnahmen: 974,8 Millionen Dollar

Platz 14

„The Dark Knight“ (2008)

Brutto-Einnahmen: 1,005 Milliarden Dollar

Platz 13

„Alice im Wunderland“ (2010)

Brutto-Einnahmen: 1,024 Milliarden Dollar

Platz 12

„Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung“ (1999)

Brutto-Einnahmen: 1,027 Milliarden Dollar

Platz 11

„Fluch der Karibik 4 – Fremde Gezeiten“ (2011)

Brutto-Einnahmen: 1,044 Milliarden Dollar

Platz 10

„Toy Story 3“ (2010)

Brutto-Einnahmen: 1,063 Milliarden Dollar

Platz 9

„Fluch der Karibik 2 – Dead Man's Chest“ (2006)

Brutto-Einnahmen: 1,066 Milliarden Dollar

Platz 8

„James Bond – Skyfall“* (2012)

Brutto-Einnahmen: 1,079 Milliarden Dollar

*vorläufige Zahlen, läuft noch im Kino

Platz 7

„The Dark Knight Rises“ (2012)

Brutto-Einnahmen: 1,081 Milliarden Dollar

Platz 6

„Herr der Ringe 3 – Die Rückkehr des Königs“ (2003)

Brutto-Einnahmen: 1,120 Milliarden Dollar

Platz 5

„Transformers 3 – Dark of the Moon“ (2011)

Brutto-Einnahmen: 1,124 Milliarden Dollar

Platz 4

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ (2011)

Brutto-Einnahmen: 1,328 Milliarden Dollar

Platz 3

„Marvel's The Avengers“ (2012)

Brutto-Einnahmen: 1,512 Milliarden Dollar

Platz 2

„Titanic“ (1997)

Brutto-Einnahmen: 2,185 Milliarden Dollar

Platz 1

„Avatar“ (2009)

Brutto-Einnahmen: 2,782 Milliarden Dollar

Der Autor entwirft eine Zukunft, die Angst macht. Gar nicht mal wegen der kriegerisch-aggressiven Außerirdischen, die ein paar Jahrzehnte vorm Start der Handlung die Erde beinahe erobert hätten. Sondern wegen der Gesellschaftsformen an sich. Die Welt des jungen Titelhelden Ender Wiggin ist nicht arm, aber unsäglich brutal und vom dauernden Kriegszustand geprägt. Die Angst hat die Menschen dazu gebracht, sich alles vom Staat vorschreiben zu lassen. Das Militär bekommt üppig Geldmittel und auf der Straße hungern die Kinder. Widerstand entwickelt sich über soziale Netzwerke – eine der Visionen Cards, die eingetreten ist.

Ender Wiggin steht seit dem Kleinkindalter unter staatlicher Beobachtung und wird zum Aspiranten im Ausbildungslager der „Internationalen Flotte“. Der Zwölfjährige empfindet das als großes Glück. Und das, obwohl der Alltag im Bootcamp aus Drill besteht. Systematischer Schlafentzug soll die Kindersoldaten in der Raumstation auf den Ernstfall des Krieges vorbereiten. Sie werden überwacht und von ihren Familien abgeschottet.
Nötig ist das, weil die Erde von Außerirdischen bedroht wird - ameisenähnlichen Wesen, den sogenannten Formics. Der leidgeprüfte Kinogänger erinnert sich an „Starship Troopers“ und der Buchleser könnten erahnen, dass sich Card hier vielleicht bei Robert A. Heinlein etwas abgeguckt hat, der solche Außerirdische in dem gleichnamigen Buch erfunden hat.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.10.2013, 12:28 Uhr

Die eingeblendete Aufstellung der 15 erfolgreichsten Filme ist zwar interessant. Noch interessanter wäre es aber, wenn die Einnahmen inflationsbereinigt aufgestellt wären, weil andernfalls die jüngeren Filme einen unlauteren Wettbewerbsvorteil im Ranking bekommen.

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