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11.12.2015

09:10 Uhr

Europäischer Filmpreis

Dreifache Chance für „Victoria“

Fast ein Jahrzehnt ist es her, dass der Preis für den besten europäischen Spielfilm nach Deutschland ging. Dieses Mal hat ein deutscher Echtzeit-Thriller Chancen auf den europäischen Oscar.

Bei der Feier in Berlin sollen vor etwa 900 Gästen die Preise in 22 Kategorien vergeben werden. dpa

Europäischer Filmpreis

Bei der Feier in Berlin sollen vor etwa 900 Gästen die Preise in 22 Kategorien vergeben werden.

BerlinDie Aufstellung für das amerikanische Oscar-Rennen verpasste das deutsche Film-Abenteuer „Victoria“ – aus formalen Gründen. Jetzt hat der experimentelle Echtzeit-Thriller von Sebastian Schipper immerhin Chancen auf den Preis, der als europäischer Oscar gilt. In gleich drei Hauptkategorien geht „Victoria“ am Samstag (12.12.) in Berlin ins Rennen um den Europäischen Filmpreis.

Der 138 Minuten lange, in nur einer einzigen Kameraeinstellung gedrehte Berlin-Krimi ist nicht nur in der Kategorie bester Spielfilm nominiert. „Victoria“-Darstellerin Laia Costa ist außerdem als beste Schauspielerin in der Auswahl, wo sie mit Rachel Weisz („Ewige Jugend“) und Charlotte Rampling („45 Years“) konkurriert. Schipper ist als bester Regisseur nominiert.

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Der Film „Victoria“ des Regisseurs Sebastian Schippers ist mit sechs Lolas vielleicht der beste deutsche Film des Jahres. Auch ein Auslands-Oscar scheint möglich – wenn Hollywood eine Ausnahme macht.

Auch in der Kategorie bester Schauspieler ist ein Deutscher vertreten: Christian Friedel wurde für seine Leistung als Titeldarsteller in Oliver Hirschbiegels „Elser – Er hätte die Welt verändert“ nominiert. Die Konkurrenz ist mit Stars wie Michael Caine („Ewige Jugend“) und Colin Farrell („The Lobster“) allerdings stark.

Als Favorit ist mit insgesamt fünf Nominierungen – inklusive Hauptpreis für den besten Spielfilm – die Tragikomödie „Ewige Jugend“ des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino am Start. Je viermal nominiert sind der skurrile schwedische Venedig-Gewinner „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“ von Roy Andersson und der tragikomische Sciene-Fiction-Film „The Lobster“ des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos.

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