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18.09.2014

16:55 Uhr

Expo Chicago

Amerikanische Kunstmesse wird immer besser

Die wiedergeborene Expo Chicago bleibt auf ihrem einmal eingeschlagenen Weg zum Erfolg. Ein erster Rundgang zeigt: Die Messe für moderne und zeitgenössische Kunst kann im Wettbewerb mit den Besten bestehen.

Bridget Rileys Ölgemälde "Brioso (Orange)" von 2013 ist auf dem Stand von David Zwirner zu finden. © Bridget Riley/Courtesy David Zwirner

Bridget Rileys Ölgemälde "Brioso (Orange)" von 2013 ist auf dem Stand von David Zwirner zu finden.

ChicagoZu einer Wiedergeburt – zumindest für legendäre Kunstmessen – gehört auch die Rückkehr an den adäquaten Platz. Die Chicago Art Fair, einst Modell für erfolgreiche Kunstmessen, konnte diesen Ruf im luxuriösen Irrgarten der sich weltweit unaufhörlich vermehrenden Messeveranstaltungen nicht verteidigen. Die Gründe waren vielfältig, doch wie es scheint, trug auch der Standortwechsel innerhalb der „amerikanischsten unter den amerikanischen Städten“ wesentlich zum Niedergang bei. Doch dann kam mit der neuen „Expo Chicago“ alles anders.

Messechef Tony Karman bespielt mit etwa 140 Ausstellern nun zum dritten Mal die hohen, gewölbten Stahlgerüsthallen am Navy Pier, wo alles vor Jahren begonnen hat. Er arbeitet für die Expofair mit einem anspruchsvollen Ausstellungskomitee zusammen; regionale Interessen spielen dabei keine Rolle. Es gilt eine Veranstaltung von internationalem Rang zu beleben, die vor allem den längst härteren Bedingungen gewachsen ist.

Museen von globaler Bedeutung

Die Voraussetzungen in Chicago und dem mittleren Westen waren schon immer gut, die Museen und Institutionen, ihre Kuratoren und Archive sind von globaler Bedeutung, hier sind kenntnisreich angelegte wertvolle Sammlungen von internationalem Ruf. Alles in allem ein Legat, das gepflegt werden will. Die Auswahl der Teilnehmer und ein erster Rundgang verweisen auf einen gelungenen Neustart.

Die meisten Aussteller der beiden vergangenen Veranstaltungen sind auch in diesem Jahr zurückgekehrt. Das ist ein sehr gutes Signal, maßgebliche Galerien wie Lisson (London/New York) sind neu hinzugekommen. Aber nicht nur sie verleihen Glanz (und animieren die Kollegen, die noch ein bisschen zuschauen und Erfolgsmeldungen hören wollen, bevor sie sich entscheiden), es sind die Zugpferde wie David Zwirner (New York) oder Anthony Meier (San Francisco) und – vielleicht auch immer noch (wiewohl schon ein wenig angestaubt) – Marlborough (New York/Madrid).

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