Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.11.2011

10:43 Uhr

Fabius Frères

Gedämpftes Interesse am 19. Jahrhundert

VonOlga Grimm-Weissert

Frankreichs Ex-Premierminister Laurent Fabius entstammt einer Kunsthändlerdynastie. Jetzt wurde das Lager von „ Fabius Frères“ versteigert.

Antoine-Louis Barye: Elefant, der mit einem Tiger kämpft Sotheby's

Antoine-Louis Barye: Elefant, der mit einem Tiger kämpft

ParisNach vier Generationen geht die Geschichte des berühmten Pariser Antiquitätengeschäfts Fabius Frères zu Ende. Sotheby’s und das Pariser Auktionshaus Piasa organisierten die Versteigerung gemeinsam, da Ex-Premierminister Laurent Fabius einer der Aktionäre von Piasa ist. Die Versteigerer beider Häuser schwangen den Hammer abwechselnd in den Räumen von Sotheby’s.

Von den 383 angebotenen Losen wurden 278 zugeschlagen, 105 wurden zurückgereicht. Mit einem Gesamtzuschlag von nur 9,6 Millionen Euro lag das Ergebnis unter der Schätzung von 10 Millionen Euro.

Obwohl das Marketing von Sotheby’s im Vorfeld der Auktion auf vollen Touren lief, wurden die Kunstwerke des 19. Jahrhunderts nicht mit der erhofften Euphorie angenommen.

Zum Spitzenstück wurde ein Paar bemalter Medicis-Vasen aus Porzellan von 1811 bis 1812, das die Manufaktur von Sèvres im Auftrag von Napoléon I. für dessen Bruder Jérôme anfertigte. Mit dem Gebot von 983.150 Euro brutto des New Yorker Metropolitan Museum übertrafen sie die Taxe von 500.000 bis 800.000 Euro.

Das zweitteuerste Los wurde ein Marmor-Statuen-Paar von Jean-Baptiste Carpeaux. Das „Junge Mädchen mit Muschel“ und der „Fischer mit Muschel“ gingen für 936.750 Euro an einen Telefonbieter. Obwohl dieser Preis einen Weltrekord für Carpeaux bedeutet, erreichte er die obere Schätzung von 1,2 Millionen Euro nicht. Immerhin verdreifacht das hübsche Paar den letzten Höchstpreis von 300.475 Euro (Sotheby’s, London, 17. Mai 2011).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×