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02.10.2012

22:59 Uhr

Fernsehpreis verliehen

Keine Gedenkminute, aber Dirk Bach im Sinn

Die Schauspielerinnen Barbara Auer und Ina Weisse sowie der Darsteller Wotan Wilke Möhring sind mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Die Verleihung in Köln stand im Schatten des Todes von Dirk Bach.

Den Deutschen Fernsehpreis als „Bester Schauspieler“ erhielt Wotan Wilke Möhring. Er kam mit seiner Frau Anna Theis nach Köln zur Preisverleihung. dpa

Den Deutschen Fernsehpreis als „Bester Schauspieler“ erhielt Wotan Wilke Möhring. Er kam mit seiner Frau Anna Theis nach Köln zur Preisverleihung.

KölnWotan Wilke Möhring, Barbara Auer und Ina Weisse sind Deutschlands beste Schauspieler 2012. Alle drei erhielten am Dienstagabend bei einer Gala in Köln den begehrten Deutschen Fernsehpreis. Überschattet wurde die feierliche Veranstaltung von dem überraschenden Tod des Entertainers Dirk Bach. "Dirk Bach hat auch mal den Fernsehpreis moderiert und zwar besser angezogen als jeder andere, der es vor oder nach ihm jemals gemacht hat", sagte Moderator Oliver Welke vor 1.200 geladenen Gästen.

Bach hatte 2002 gemeinsam mit Sandra Maischberger die Preisverleihung moderiert. "Das ist ein Verlust, den man leider gar nicht kompensieren kann. In diesem Sinne: Tschüss Dickie", sagte Welke in einer kurzen Ansprache. Eine Gedenkminute blieb aus. Einige Prominente wie Schauspieler Dietmar Bär ("Tatort") oder Komiker Michael Kessler ("Switch reloaded") trugen "Danke Dirk"-Buttons.

Der Deutsche Fernsehpreis - die Gala wird am Donnerstag (4. Oktober, 20.15 Uhr) im Zweiten ausgestrahlt - wurde zum 14. Mal vergeben. Der 45-jährige Wotan Wilke Möhring wurde für seine Rolle in dem ARD-Drama "Der letzte schöne Tag" geehrt. Darin spielt er einen verzweifelten Familienvater, der nach dem Selbstmord seiner Frau alleine für die Kinder sorgen muss.

Die 53-jährige Auer und die 44-jährige Weisse wurden gemeinsam als beste Schauspielerin gewürdigt. Sie liefern sich in dem ZDF-Film "Das Ende einer Nacht" als Richterin und Strafverteidigerin ein hartes Duell. "Man kann die eine nicht ohne die andere loben", entschied die Jury. Das Justizdrama, in dem Jörg Hartmann ("Tatort") einen Software-Millionär spielt, der von seiner Ehefrau der brutalen Misshandlung und Vergewaltigung beschuldigt wird, wurde auch als bester Fernsehfilm ausgezeichnet.

Weitere Trophäen gingen an die Castingshow "The Voice of Germany" (ProSieben/Sat.1) im Bereich Unterhaltung, den ARD-Mehrteiler "Der Mann mit dem Fagott" über Musiker Udo Jürgens und das Magazin "Stern TV". Als beste Dokumentation wurde "Nine Eleven - Der Tag, der die Welt veränderte" (ZDF) ausgezeichnet. In dem Film arbeiteten die Autoren Elmar Theveßen und Souad Mekhennet die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York auf.

Der Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an Showmaster Frank Elstner. Nach Ansicht der Jury steht der 70-Jährige mit seinem Lebenswerk für die große deutsche Fernseh-Unterhaltung. Den Publikumspreis, bei dem rund 436.000 Zuschauer in diesem Jahr das beste Frühstücksfernsehen wählten, gewann "Moma - Das Erste am Morgen".

Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ging hingegen leer aus. Er musste sich mit seiner jüngsten Reportage über den Paketzusteller GLS der ZDF-Reportage "Mr. Kapstadt" geschlagen geben. Als Serie setzte sich der "Der letzte Bulle" (Sat.1) gegen das ZDF-Vatikanepos "Borgia" durch. Der Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF vergeben.

Von

dapd

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