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26.06.2012

08:05 Uhr

Fiac

Frankreichs führende Kunstmesse wächst

VonOlga Grimm-Weissert

Paris will im Oktober wieder Nabel für den Handel mit zeitgenössischer Kunst sein. Schauplatz der Kunstmesse Fiac ist der Grand Palais. Große Außen-Skulpturen im Park der Tuilerien und im „Pflanzengarten“ sollen das breite Publikum anlocken.

Der Grand Palais in Paris: Ein schönerer Messe-Standort ist kaum vorstellbar. Fiac, Emmanuel Nguyen Ngoc

Der Grand Palais in Paris: Ein schönerer Messe-Standort ist kaum vorstellbar.

ParisVier Tage lang im Oktober soll die Fiac in Paris wieder ihre Platzierung im Spitzenbereich der internationalen Messen für zeitgenössische Kunst beweisen. Denn das Herz der Fiac wird auch in diesem Jahr wieder im schönsten Ausstellungsgebäude der Welt beheimatet sein, im Grand Palais vom 18 bis 21. Oktober. Zu dem enormen Ausstellungsraum unter der Glaskuppel des Grand Palais und den bereits im Vorjahr zur Verfügung stehenden Sälen kommt der kürzlich renovierte „Salle d'Honneur“ hinzu, der zusätzliche 1.200 Quadratmeter bringt. So kann gegenüber dem Vorjahr die Anzahl der Aussteller um 15 auf rund 180 erhöht werden.

Messechefin Jennifer Flay konnte auch die internationale Beteiligung ausweiten: wie vor zwei Jahren stammen die Galeristen stammen wieder aus 124 Ländern. Die neuen Aussteller sind in Dänemark, Polen, Rumänien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässig. Die stärksten Kontingente bilden Frankreich mit 61 Galerien (34 Prozent), USA mit 30 und Deutschland mit 24 Teilnehmern. Die Belgier sind mit 14, die Italiener mit zwölf und die Engländer mit neun Galerien dabei. Aus der Schweiz reisen sechs Händler an.

Kunst im Park liegt im Trend

Wie schon seit einigen Jahren werden wieder großformatige Skulpturen im Park der Tuilerien ausgestellt. Auch der Jardin des Plantes („Pflanzengarten“ im Osten von Paris) dient wie 2011 wieder als Ausstellungsfläche. Die Skulpturen sind verkäuflich und sollen ein Publikum anziehen, das nicht mit zeitgenössischer Kunst vertraut ist. Selbstverständlich offeriert diese Idee der Kunst im Park den Galeristen die Möglichkeit zu zusätzlichen Verkäufen, die in den letzten zwei, drei Jahren höchst erfolgreich sind. Skulpturen in Privatparks oder auf der Yacht liegen nämlich eindeutig im Trend. Das dokumentiert auch ein von der Fiac publizierter schmaler Bildband mit 40 von ursprünglich 100 Skulpturen-Projekten aus den letzten fünf Jahren.

Unter den Ausstellern der „fiac“ finden sich zahlreiche bedeutende New Yorker Galerien wie Cheim & Read, Marian Goodman, Luhring Augustine, Matthew Marks, Michael Werner und David Zwirner. Aus London reisen White Cube und Victoria Miro an. Mit dabei sind auch die Großgalerien Hauser & Wirth, Zürich, Gagosian (Los Angeles u.a.), Emmanuel Perrotin (Paris-Hongkong), und Thaddäus Ropac (Salzburg-Paris). Auffallend ist die Abwesenheit von Gmurzynska, Zürich, die wohl im letzten Jahr auf der Fiac nicht gut abschnitt, ebenso wie Rüdiger Schöttle aus München.

Durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Pariser Museen kann den Besuchern ein reiches Ausstellungsprogramm geboten werden. Darunter findet sich auch eine Schau der phänomenalen Privatsammlung von Michael Werner, die der deutsche Galerist dem Musée d'art moderne de la Ville de Paris schenkt (5. Oktober bis 3. März 2013). Die Fiac bietet darüber hinaus Performances im Louvre, Diskussionsrunden, Künstlerfilme und Besuche von (öffentlichen oder privaten) Sammlungen nach Anmeldung.

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