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01.08.2011

14:14 Uhr

Fiac

Verkleinertes Teilnehmerfeld

VonOlga Grimm-Weissert

Die 28. Fiac, die Messe für moderne und zeitgenössische Kunst in Paris, muss ohne Louvre-Hof auskommen. Nicht zugelassen wurden neben 20 Pariser Galerien auch einige deutsche. Insgesamt nehmen 165 Galerien teil.

Jennifer Flay,  die Generalkuratorin der FIAC. Quelle: Fiac

Jennifer Flay, die Generalkuratorin der FIAC.

ParisJennifer Flay hat es schwer. Die „Generalkuratorin“ entscheidet über die Teilnahme an der Pariser Messe für Moderne Kunst und Zeitgenossen (FIAC). Doch für die Ausstellerliste 2011 musste Flay eine drastische Auswahl treffen. Denn die 38. FIAC, die vom 20. bis 23.10. stattfindet, verfügt in diesem Jahr nur mehr über das Grand Palais als Ausstellungsort. Der Hof des Louvre, wo in den letzten Jahren unter einem Zelt 90 Galerien unterkamen, ist im Herbst wegen Bauarbeiten nicht zugänglich. Nun ist aber der schönste Ausstellungsort der Welt, die Glaskuppelhalle des Grand Palais, trotz des Gewinns neuer Ausstellungsflächen zu klein. Flay konnte dementsprechend für die diesjährige FIAC nur 165 Galeristen aufnehmen. Im Vorjahr waren es noch 195 Galerien.

Die Ausgestoßenen

Um die international anerkannte Qualität der FIAC zu halten, musste Jennifer Flay radikal vorgehen. Die gebürtige Australierin, die FIAC von 2004 bis 2010 zusammen mit Martin Bethenod leitete, opferte in erster Linie 20 Pariser Galerien. Von den 72 Franzosen, die 2010 ausstellten, verbleiben 2011 nur 52 auf der Ausstellerliste. Flay ließ auch sechs Deutsche nicht mehr zu, darunter die Düsseldorfer Sies & Höke, sowie Van Horn. Die Mehrzahl der „Ausgestoßenen“ zählt nicht zu den Prestigegalerien und stellte bisher im Hof des Louvre junge Künstler aus.

Eine Ausnahme bildet Bernard Ceysson, der immerhin Direktor des Museums im Centre Pompidou war; das Museum in Saint-Etienne aufbaute und leitete, und seit seiner Pensionierung eine Galerie in Saint-Etienne, zwei in Luxemburg, eine in Paris und bald eine in Genf unterhält. Ceysson setzt sich nur für französische Kunst ein.

Die Erstaussteller

Erfreuliche Zugänge sind die Erstaussteller The Pace Gallery, New York; Rüdiger Schöttle aus München und der Berliner First Class-Fotohändler Rudolf Kicken. Die Rückkehr von Gmurzynska, Zürich, die seit 2006 nicht mehr auf der FIAC war, ist ein positives Zeichen für die Kunststadt Paris. Die Aussteller kommen aus 21 Ländern (2010: 24 Länder). Wobei nun die USA mit 27 Galerien die Liste anführt, gefolgt von Deutschland mit 20 Galerien. Die Kunsttransporteure, die sehr auf Beteiligung aus Übersee drängen, können zufrieden sein. Denn auch die zwanzig bis dreißig Monumentalskulpturen im Tuilerien-Park, welche die Galeristen seit einigen Jahren aufstellen und verkaufen, sind im kommenden Oktober zu bewundern.

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