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16.02.2015

15:17 Uhr

Fifty Shades of Grey

Der Softporno geht auf Rekordjagd

Der verfilmte SM-Roman „Fifty Shades of Grey“ lässt weltweit die Kassen klingeln. Und zieht vor allem Frauen an. Die Kinobranche freut sich über den „besten Start eines von einer Frau inszenierten Films“.

Weltpremiere in Berlin

50 Shades of Grey: Das sagen die Kritiker

Weltpremiere in Berlin: 50 Shades of Grey: Das sagen die Kritiker

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BerlinFrauenpower: Die Sadomaso-Romanze „Fifty Shades of Grey“ hat wohl den besten Kinostart eines Films von einer Regisseurin hingelegt. Dem Branchendienst „Blickpunkt Film“ zufolge zählte die Bestsellerverfilmung allein in Deutschland in den ersten vier Tagen nach dem Start 1,35 Millionen Zuschauer und setzte 12,3 Millionen Euro um.

Es sei „einer der 40 besten Starts aller Zeiten und vor allem der beste Start eines von einer Frau inszenierten Films“. Regie führte die 47-jährige Britin Sam Taylor-Johnson („Nowhere Boy“). In Deutschland schaffte der Film, der bei der Berlinale Premiere feierte, den besten Kinostart seit dem James-Bond-Film „Skyfall“, der Ende 2012 mit 1,9 Millionen Zuschauern angelaufen war.

Alle Infos zu „Fifty Shades of Grey“

Die Autorin

E. L. James ist das Pseudonym der britischen Autorin Erika Leonard. Sie lebt in London und ist Mutter von zwei Söhnen. „Fifty Shades of Grey“ war ihr erster Roman. Ursprünglich schrieb sie die Geschichte als Fanfiction zur „Twilight“-Saga.

Die Handlung

Die 21-jährige Literaturstudentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) lernt bei einem Interview den 27-jährigen Unternehmer und Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) kennen und fühlt sich von ihm angezogen. Christian die Kontrolle über Anas Gefühlswelt. Als sie ihn näher kennenlernt, erfährt sie, dass seine sexuellen Neigungen Bondage, Dominanz und Sadismus beinhalten. Ana lässt sich darauf ein mit Hoffnung, Christian auch emotional näher zu kommen.

Musical-Adaption

Die Musical-Parodie „49 1/2 Shades of Grey“ feierte im vergangenen Jahr in Hamburg Premiere. Die Regisseurin Gerburg Jahnke inszenierte ein Musical-Persiflage auf den Erotik-Bestseller.

Soundtrack zum Buch

Bereits Mitte September 2012 erschien der Soundtrack zur Buchtrilogie in Deutschland. Klassische Musik spielt im Buch eine größere Rolle, die Autorin E.L. James selbst hat die Stücke für das Album ausgewählt.

Film-Budget

Die Macher der Verfilmung von „Fifty Shades of Grey“ hatten ein Budget von circa 40 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Vorverkaufsrekorde

Der Vorverkauf zu Fifty Shades of Grey begann am 11. Januar 2015 in den Vereinigten Staaten. Innerhalb einer Woche wurde mehr Tickets verkauft als 2012 „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ erzielte. Außerdem waren die Vorführungen am Eröffnungstag sowie für das Valentinstag-Wochenende innerhalb von wenigen Stunden ausverkauft.

Fortsetzungen

Nach einer Testvorführung in New York City am 6. Februar 2015 verkündete die Regisseurin Taylor-Johnson, dass es zwei Fortsetzungen geben wird und dass der zweite Teil bereits 2016 in die Kinos kommen soll.

In den USA und Kanada spielte der Erotikfilm am Wochenende etwa 72 Millionen Euro ein (81,7 Millionen Dollar). Damit sei er der bestbesuchte Film der Geschichte an einem Valentinstag, berichtete der „Hollywood Reporter“.

In Deutschland ist der Film laut FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) ab 16 Jahren empfohlen. In der Verfilmung des ersten Teils der Erotik-Trilogie der Britin E.L. James (51) sind in den Hauptrollen die Amerikanerin Dakota Johnson (25) - Tochter von Melanie Griffith und Don Johnson - sowie der irisch-britische Schauspieler Jamie Dornan (32) zu sehen.

„Fifty Shades of Grey“: Erste Verfilmung der erotischen Bestseller

Fesselspiele, Peitschenhiebe und andere Sado-Maso-Praktiken

Die erotische Roman-Trilogie „Fifty Shades of Grey“ über devote Hingabe und sexuelle Dominanz übertraf alle Erwartungen und stürmte weltweit die Bestsellerlisten. Kein Wunder, dass da auch eine Kinoverfilmung nicht lange auf sich warten ließ. Kurz vorm Valentinstag startet nun das mit Spannung erwartete erste Werk um die Beziehung einer jungen Studentin zu einem etwas älteren Geschäftsmann weltweit in den Kinos - in Deutschland am Donnerstag (12.2.).

Erotik im Kino

Sex und Erotik gehören zu vielen Kinofilmen dazu. Immer wieder sorgt diese Mischung auch für Aufregung und erhitzte Gemüter. Doch egal, ob sich etwa Kim Basinger mit Mickey Rourke in „9 1/2 Wochen“ bei sadomasochistischen Spielen vergnügte oder die freizügige Sharon Stone in „Basic Instinct“ nicht nur Michael Douglas den Kopf verdrehte: Erotische oder sexuell explizite Filme spielten an den Kinokassen häufig enorme Summen ein.

Clevere Werbestrategie (1)

Was „Fifty Shades of Grey“ davon allerdings schon jetzt unterscheidet, ist die Werbekampagne, die seit Monaten extrem erfolgreich läuft. Viel verraten wird da nicht. Nur sehr wenige Bilder wurden bislang veröffentlicht, scheinen die Spannung der Fans aber zu erhöhen.

Clevere Werbestrategie (2)

So war im Sommer der erste Trailer im Internet zu sehen - und obwohl da außer schmachtenden Blicken und zwei Küssen kaum etwas passiert, wurde der Werbefilm millionenfach angeklickt und zu einem der erfolgreichsten Web-Trailer des Jahres.

Clevere Werbestrategie (3)

Vor Weihnachten dann, also immerhin noch rund ein Vierteljahr vor dem Kinostart, begann in Deutschland der Vorverkauf für die Tickets. Bei Kinofilmen ist das sonst so zwar kaum üblich, doch dieser Kniff sicherte „Fifty Shades of Grey“ früh die Aufmerksamkeit potenzieller Fans und machte den Film zum Ereignis. Die Strategie ging auf: Weit vorm Kinostart waren laut Verleih mehr als 7. 000 Karten verkauft.

Die Hauptakteure (1)

So wie Sharon Stone vor ihrem Part als Femme fatale in „Basic Instinct“ (1992) noch kein großer Star war, sind auch bei „Fifty Shades of Grey“ die Gesichter bislang eher unbekannt – größere Stars trauten sich möglicherweise nicht an den Stoff heran. Neben der Regisseurin Sam Taylor-Johnson, die bisher vor allem als Foto- und Videokünstlerin aktiv war, ist die Wahl der beiden Hauptdarsteller nun aber durchaus spannend: Die Rolle der zunächst verschüchterten Studentin Anastasia Steele übernahm das ehemalige Model Dakota Johnson, Tochter von Hollywoodstars Melanie Griffith und Don Johnson.

Die Hauptakteure (2)

Als Anastasias Liebhaber Christian Grey hingegen kann sich Jamie Dornan behaupten. Für den Part des gefühlskalten Mannes, der in seiner Kindheit traumatisiert wurde, sammelte der in Belfast geborene Schauspieler schon Erfahrungen: In der britischen Fernsehserie „The Fall“ spielt er seit 2013 an der Seite von Gillian Anderson („Akte X“) einen emotional verstörten Familienvater, der als Serienkiller seine Machtfantasien über Frauen auslebt.

Dornan spielt den reichen Unternehmer Christian Grey, der die von Johnson verkörperte Studentin Anastasia Steele zum SM-Sex führt. Laut „Hollywood Reporter“ rechnen die Universal Studios weltweit mit Auftakt-Einnahmen von mehr als 248,7 Millionen Dollar. Die Produktion kostete lediglich 40 Millionen Dollar.


Von

dpa

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