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19.03.2013

19:21 Uhr

Fiktives Sauer-Tagebuch

Angela Merkel, die „lustige kleine Physikmaus“

Die Autoren von „Das total gefälschte Geheim-Tagebuch vom Mann von Frau Merkel“ ziehen es vor, anonym zu bleiben. Kein Wunder, ist es doch teils böseste Satire, die sie Merkel-Gatte Joachim Sauer in den Mund legen.

Kanzlerin Merkel nebst Gatte: Anonyme Autoren veröffentlichen ein fiktives Tagebuch von Joachim Sauer. dpa

Kanzlerin Merkel nebst Gatte: Anonyme Autoren veröffentlichen ein fiktives Tagebuch von Joachim Sauer.

BerlinNatürlich ist es nicht echt. Schon der Titel „Das total gefälschte Geheim-Tagebuch vom Mann von Frau Merkel“ macht überdeutlich klar, dass der darin geschilderte Alltag von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Gatten Joachim Sauer der Fantasie von Satirikern entspringt und nicht den Gedanken Sauers. Ein „Geheim-Tagebuch“ also, das keines ist, dafür aber von geheimen Autoren verfasst wurde: Wer hinter der scharfsinnigen Satire steckt, wollte der Fischer-Verlag nicht verraten.

Es handele sich um ein Autoren-Konglomerat, das anonym bleiben wolle, sagte eine Sprecherin. Klar ist nur: Grimme-Preisträger Christoph Maria Herbst („Stromberg“) liest das Hörbuch. Mitautor sei er aber nicht, hieß es. Gepasst hätte es.

Denn ähnlich scharfzüngig, wie sich Herbst als ungeliebter Boss Stromberg in der gleichnamigen Comedy-Serie gibt, ist der Humor, der das gefälschte Tagebuch durchzieht. Natürlich geht es nur vordergründig um Joachim Sauer. Interessant ist ja das, was man scheinbar über Merkel erfährt. Und das ist nicht so richtig schmeichelhaft. Außer dass ihr Frottee sehr gut steht. Findet jedenfalls Sauer in den fiktiven Zeilen.

Mit Kindern aber könne sie nicht so gut, kochen auch nicht und ihr Mode-Interesse sei nur eine Phase. „Wie damals, als sie sich plötzlich für den Westen interessierte oder für Wagner.“ Zuneigung zu ihren politischen Partnern bescheinigt Sauer seiner „Mutti“ auch nicht gerade.

Kommentare (7)

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OlafDreher

19.03.2013, 22:14 Uhr

Mieseste Schröder-Methode. Wenn man fachlich nichts auf die Reihe bekommt, geht man unter die Gürtellinie. Ihr Dreckspatzen solltet euch alle schämen!

itstk

20.03.2013, 00:36 Uhr

So kann man nach ihrem alternativlosen Abgang durch demokratischen Wandel wenigstens noch eine Weile über sie lachen.

Bei Birne, später Don Coleone, waren wir dereinst nach der BT-Wahl nur alle riesig erleichtert, daß dieser scheinheilige Ast endlich abgesägt war...

mono

20.03.2013, 06:27 Uhr

Lachen befreit, und von dieser zur Qual gewordenen Bundeskanzlerin kann man nur hoffen
bald befreit zu sein.
Das Steinbrück/Trittin der noch grössere Albtraum wäre, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

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