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27.07.2015

14:47 Uhr

Film über Franz Josef Strauß

Deutschlands hassgeliebter Polit-Star

Am 6. September wäre Franz Josef Strauß 100 Jahre geworden. Die ARD würdigt den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten mit einer Doku. Schlaglichter auf das Leben eines Mannes, der ebenso gehasst wie geliebt wurde.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß, aufgenommen beim CSU-Parteitag 1985 in München. Strauß starb vor 25 Jahren, am 03. Oktober 1988. dpa

Franz Josef Strauß

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß, aufgenommen beim CSU-Parteitag 1985 in München. Strauß starb vor 25 Jahren, am 03. Oktober 1988.

Franz Josef Strauß: Ein Name, der polarisierte. Anhänger verehrten den langjährigen CSU-Chef und ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten mit nahezu kultischer Hingabe fast wie einen König. Gegner sahen in dem genussfreudigen Mann mit der barocken Figur eine Gefahr für Frieden und Rechtsstaat. Ein Dokumentarfilm im Ersten versucht eine Annäherung an den wortgewaltigen und extrem scharfzüngigen Politiker, der am 6. September 100 Jahre alt geworden wäre. „Der Primus - Franz Josef Strauß“ nennt sich der Streifen von Erica von Moeller, den das Erste am Montag (27. Juli) um 22.50 Uhr zeigt.

Rahmenhandlung sind die Geschehnisse rund um die Bundestagswahl 1980, in der Strauß als Kanzlerkandidat der Union gegen den SPD-Politiker Helmut Schmidt und dessen sozialliberale Koalition antrat - und unterlag. Dazwischen gibt es zahlreiche Rückblenden: Alte originale Aufnahmen, von Schauspielern gespielte Szenen und aktuelle Interviews mit Verwandten, Weggefährten, aber auch Kritikern. Am Ende soll sich alles zur Geschichte vom Aufstieg des Metzgersohnes zu einem der meistverehrten und auch meistgehassten Politiker fügen.

Dabei bietet das Porträt nach dem Drehbuch von Werner Biermann, Autor der Biografie „Strauß: Aufstieg und Fall einer Familie“, wenig Überraschendes. Die Persönlichkeit des Vollblut-Politikers wird nur schlaglichtartig beleuchtet und bleibt daher im Dunkeln. Ein Erklärungsversuch, warum Strauß wie kaum ein anderer Politiker gleichzeitig so sehr gehasst und geliebt wurde, fehlt.

Kommentare (1)

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Herr Theo Heuss

27.07.2015, 18:09 Uhr

Man kann auch sagen, FJS hat sich früh genug davon gemacht, um seine schon damals prognostizierten, aber verlachten Horrorszenarien zum linken Mob und deren Lügenpresse, nicht mehr selbst erleben zu müssen!

Er war übrigens der letzte deutsche Finanzminister, der einen ausgeglichenen Bundeshaushalt und Vollbeschäftigung vorweisen konnte.

...und dann kamen die Roten im Schlepptau mit den Liberalen, und das Desaster nahm seinen Anfang!

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