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09.12.2013

10:16 Uhr

Filmbusiness

Hype um Golden Globes und Oscars kann beginnen

Es dauert noch eine ganze Weile, doch das Gerede läuft schon rund: Wer erhält 2014 die begehrten Filmtrophäen von Golden Globe bis Oscar? Am Donnerstag kommt mit den Globe-Nominierungen ein bisschen Klarheit.

Nun geht es wieder los: Am Donnerstag werden die Nominierungen für den Golden Globe Mitte Januar bekannt gegeben. Raum für viele spannende Spekulationen, auch schon mit Blick auf die Oscars. dpa

Nun geht es wieder los: Am Donnerstag werden die Nominierungen für den Golden Globe Mitte Januar bekannt gegeben. Raum für viele spannende Spekulationen, auch schon mit Blick auf die Oscars.

Los AngelesEs ist kein „Titanic“- oder „Herr der Ringe“- Jahr, in dem alle Preis-Hoffnungen auf wenigen Filmen ruhen. Es gibt diesmal keine sicheren Gewinner, wie in dem Jahr, als „Blind Side“-Star Sandra Bullock als klarer Favorit gehandelt wurde und am Ende Oscar-und Globe-Gold nach Hause holte. Diesmal sind zig Anwärter im Rennen, und der „Oscar-Buzz“ – das Getuschel über die Favoriten – ist damit umso spannender.

Auch wenn die Oscar-Trophäen erst Anfang März in Hollywood verliehen werden, überschlagen sich schon jetzt die Prognosen über die möglichen Preisabräumer. Die Bekanntgabe der Golden-Globe- Nominierungen an diesem Donnerstag, 12. Dezember, dürfte das Rätselraten ein wenig erleichtern. Die Mitte Januar verliehenen Globes gelten schließlich als Wegweiser für die Oscar-Gala. Am 16. Januar werden dann die Oscar-Anwärter verlesen, am 2. März geht Hollywoods größte Trophäen-Party zum 86. Mal über die Bühne.

Wer wird diesmal Gold holen: Ein brutales Sklavendrama, ein Überlebens-Thriller im Weltraum oder ein dreistündiges Epos über Betrug, Geiz und Exzesse an der Wall Street? Steve McQueens „12 Years a Slave“, Alfonso Cuaróns „Gravity“ und Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ werden als Kandidaten für den „Besten Film“ gehandelt. Ebenso sorgen Woody Allens „Blue Jasmine“ und das Piraterie-Drama „Captain Phillips“ für Trophäen-Buzz.

Zum Auftakt der Filmpreis-Saison verteilen Kritikerverbände erste Trophäen und Vorschusslorbeeren. So kürten die New Yorker Kritiker kürzlich den Politkrimi „American Hustle“ von „Silver Linings“- Regisseur David O. Russell zum besten Film des Jahres. Steve McQueen wurde für „12 Years a Slave“ als bester Filmemacher ausgezeichnet. Cate Blanchett in Woody Allens „Blue Jasmine“ überzeugte als beste Schauspielerin. Robert Redford stach durch seinen Soloauftritt als schiffbrüchiger Segler in „All is Lost“ die männliche Konkurrenz aus.

Für seine fast wortlose „Tour de Force“ hätte der 77-jährige Redford auch einen Oscar verdient, meinen viele Kritiker. Es wäre sein erster Schauspiel-Oscar. Redford wurde bisher nur als Regisseur von „Eine ganz normale Familie“ (1980) mit dem Goldjungen geehrt.

Redford wird es nicht leicht haben, neben Matthew McConaughey als abgemagerter Aidskranker in „Dallas Buyers Club“, Chiwetel Ejiofor als gequälter Sklave in „12 Years a Slave“ und Bruce Dern in „Nebraska“. Dern, ebenfalls 77 Jahre alt, spielt in dem Roadmovie einen verwirrten Vater, der einen vermeintlichen Millionengewinn persönlich im US-Staat Nebraska abholen will. Der in Cannes zum besten Schauspieler gekürte Dern war zuletzt 1979 für den Vietnam-Veteranen-Film „Coming Home“ für einen Oscar nominiert gewesen.

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