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19.01.2005

16:40 Uhr

Filme zur Berlinale

Berlin zeigt Stanley-Kubrick-Ausstellung

Die große Ausstellung mit dem Nachlass des legendären Regisseurs Stanley Kubrick macht vom 20. Januar bis 11. April Station in Berlin. Zu sehen sind neben unter anderem Originalrequisiten aus „The Shining“, „Full Metal Jacket“ und „2001: Odyssee im Weltraum“.

Der 1999 verstorbene Regisseur Stanley Kubrick.

Der 1999 verstorbene Regisseur Stanley Kubrick.

HB BERLIN. Der Martin-Gropius-Bau zeigt von Donnerstag an bis 11. April Hunderte von Exponaten aus dem umfangreichen Arbeitsarchiv Kubricks (1928-1999) sowie Leihgaben aus Museen und Privatsammlungen. Zu sehen sind neben Modellen, Fotos, Briefen und Filmausschnitten auch Originalrequisiten aus „The Shining“, „Full Metal Jacket“ und „2001: Odyssee im Weltraum“.

„Ich bin überzeugt, dass Stanley sehr stolz gewesen wäre“, sagte seine Witwe, die Deutsche Christiane Kubrick. Parallel zu der Schau zeigt die Berlinale (10.-20. Februar) die Filme Kubricks. Im vergangenen Jahr hatte die Ausstellung des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main einen Zulauf von rund 54 000 Besuchern erzielt. Bei der Schau in Berlin werden neben den großen Filmen des US-Regisseurs auch Projekte vorgestellt, die gescheitert sind, wie ein Film über Napoleon, in den er viele Jahre Arbeit investiert hatte.

Nach seinem plötzlichen Tod hinterließ der gebürtige New Yorker einen riesigen Nachlass, der auf seinem Anwesen in England ganze Container füllte. Acht Monate wohnte einer der Ausstellungsmacher dort, um das Arbeitsarchiv zu sichten. Die Kubricks lebten zum Teil mit den Requisiten, so steht der Tisch aus „The Shining“ in der Küche. Für Christiane Kubrick sind die Ausstellung und die Filmreihen „wie Geschenke“. Über ihren Mann, über dessen Privatleben eher wenig bekannt ist und dessen Filme als abgründig und düster gelten, sagte sie: „Stanley war ein positiver, heiterer Mensch und sehr komisch.“

Am Anfang der Ausstellung steht ein Regiestuhl Kubricks, danach werden die frühen Filme, dann Klassiker wie „Lolita“ und „Uhrwerk Orange“, ein Bereich zur Filmmusik, besondere Aufnahmetechniken, fotografisches Frühwerk und sein letzter großer Film „Eyes Wide Shut“ präsentiert. Im Anschluss an Berlin soll die Ausstellung nach Rom wandern. Der Taschen Verlag bringt ein Buch zu Kubrick heraus.

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