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31.08.2011

16:24 Uhr

Filmfest Venedig

Clooney eröffnet Filmfestival mit Politdrama

Mit einem Politdrama eröffnet George Clooney das Filmfest in Venedig. Der Schauspieler lockt jedoch damit nicht nur viele Fotografen - er kann das Publikum auch mit seinem ernsten Streifen begeistern.

Mit einem Politdrama eröffnet George Clooney das Filmfestspiel in Venedig. Reuters

Mit einem Politdrama eröffnet George Clooney das Filmfestspiel in Venedig.

Er flirtete, scherzte und strahlte gut gelaunt in die Kameras: Hollywoodstar George Clooney hat sich am Mittwoch beim Filmfestival Venedig feiern lassen. Braun gebrannt und im grauen Anzug präsentierte der 50-Jährige seinen Film „The Ides of March“, der am Abend die 68. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt eröffnen sollte. Aber nicht nur der Oscar-Preisträger entzückte die Festivalgänger, auch sein Film überzeugte als clever erzähltes Politdrama, das dem Festival einen äußerst gelungenen Auftakt bescherte. Dort gehört „The Ides of March“ zu den 23 Beiträgen, die bis zum 10. September um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen, konkurrieren.

Venedig-Stammgast Clooney eröffnete zwar zum ersten Mal das Filmfestival - nervös schien er aber nicht zu sein. Im Gegenteil, er spielte wie gewohnt mit den Medien. Was er lieber möge, lautete eine Frage bei der Pressekonferenz: Regie zu führen oder zu schauspielern? „Ich mag es, unter meiner eigenen Regie zu spielen“, so Clooneys prompte Antwort. „Wenn ich sagen kann „Du warst richtig klasse, George!““. Und ob seine Filme auch immer etwas persönlich seien, wollte ein anderer Journalist wissen. „Ich habe Jahre lang in Las Vegas gezockt und getrunken!“, scherzte Clooney - natürlich nur, um sich auf die Rolle des Danny Ocean aus dem Gangsterfilm „Ocean's Eleven“ vorzubereiten.

Der Ton seiner vierten Regiearbeit „The Ides of March“ war dagegen deutlich ernster. Der Film ist ein intelligentes Politdrama, das zur Zeit der Vorwahlen für einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten spielt. Clooney verkörpert Mike Morris, einen durch und durch liberalen Demokraten, der für Abtreibung und die Ehe Homosexueller ist. Ein sympathischer Politiker, volksnah, schlagfertig und charmant. Doch seine Chancen auf einen Sieg verschlechtern sich - das Lager seines schärfsten Konkurrenten greift zu radikaleren Maßnahmen als Morris das selber tun möchte.

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