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15.05.2013

19:41 Uhr

Filmfestspiele Cannes

Das große Geschäft mit dem Glamour

VonTanja Kuchenbecker

Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes sind gestartet. Während Streifen wie „Der große Gatsby“ Stars aus aller Welt in den kleinen Ort locken, nutzen markenbetonte Unternehmen den Glamour zur Werbung.

Teile der Jury der Filmefestspiele in Cannes. dpa

Teile der Jury der Filmefestspiele in Cannes.

ParisNeben den Oscars gibt es wohl kein Kinoereignis weltweit, das für so viel Aufsehen sorgt, wie das Filmfestival in Cannes. Wenn in dem ehemaligen Fischerdorf am Mittelmeer die Filmszene für zwei Wochen einzieht (15.bis 26. Mai) ist das ein Riesengeschäft nicht nur für die Filmstudios, sondern auch für die Luxuskonzerne. Die Unternehmen vom Modehaus bis zum Getränkehersteller lassen sich Cannes einiges kosten. Das Filmfestival ist ein perfektes Medienspektakel für die Konzerne, das sich mit großen Sportereignissen messen kann. Die Budgets dafür werden allerdings geheim gehalten.

Das 66. Festival dürfte besonders glanzvoll werden. Eröffnet wird es mit dem Film „The Great Gatsby“, in dem Leonardo DiCaprio mitspielt. Jurypräsident ist der US-Regisseur Steven Spielberg, das verspricht einige Prominenz. Angekündigt sind schon Ryan Gosling, Justin Timberlake und Robert Pattinson, Nicole Kidman sitzt mit in der Jury.

Filme im Wettbewerb von Cannes

Eröffnungsfilm (außer Konkurrenz)

„Der große Gatsby“, Baz Luhrmann (Australien)

Dänemark

„Only God Forgives“, Nicolas Winding Refn

Niederlande

„Borgman“, Alex van Warmerdam

Tschad

„Grigris“, Mahamat-Saleh Haroun

Italien

„La grande Bellezza (The Great Beauty)“, Paolo Sorrentino

Mexiko

„Heli“, Amat Escalante

Frankreich

„Un château en Italie“, Valeria Bruni Tedeschi

„Jimmy P.: Psychotherapy of a Plains Indian)“, Arnaud Desplechin

„La vie d'Adèle“, Abdellatif Kechiche

„La Vénus à la Fourrure (Venus in Fur)“, Roman Polanski

„Jeune et jolie (Young & Beautiful)“, François Ozon

„Michael Kohlhaas“, Arnaud des Pallières

China

„Tian zhu ding (A touch of sin)“, Jia Zhangke

Iran

„Le Passé (The Past)“, Asghar Farhadi

USA

„Behind the Candelabra (Ma vie avec Liberace)“, Steven Soderbergh

„The Immigrant“, James Gray

„Only Lovers Left Alive“, Jim Jarmusch

„Nebraska“, Alexander Payne

„Inside Llewyn Davis“, Ethan Coen, Joel Coen

Japan

„Soshite chichi ni naru (Like father, like son)“, Kore-Eda Hirokazu

„Wara no tate (Shield of straw)“, Takashi Miike

Abschlussfilm (außer Konkurrenz)

„Zulu“, Jérôme Salle (Frankreich)

Mit „The Great Gatsby“ beginnt sofort das Geschäft mit dem Luxus. Der Champagner Moët & Chandon ist Partner des Films und pflegt schon lange eine enge Beziehung zur Filmindustrie und Hollywood. Für Moët verkörpert Cannes den Glamour der Filmwelt. Der Luxuschampagner wird auch beim größten Ereignis in Cannes, der Gala der Aidsstiftung Amfar, ausgeschenkt. Versteigert wird dort eine Champagnerflasche aus dem Jahr 1893. Die Gala im Hotel du Cap Eden Roc in Antibes ist das Fest mit der größten Prominentendichte.

Doch nicht nur Champagnermarken sind vor Ort auch der Rest der Spirituosenbranche setzt auf den Werbeeffekt. Martini hat immer eine Bar in Cannes. Der Bordeaux-Wein Mouton Cadet, der offizielle Weinlieferant des Festivals, öffnet zum dritten Mal seine Weinbar im Festivalpalast für Stars und andere wichtige Leute. Sie treffen sich auf VIP-Partys und Press Junkets für die Filme des offiziellen Wettbewerbs. In den letzten Jahren kamen schon zahlreiche Stars wie Bruce Willis, Jude Law, Robert de Niro oder Diane Krüger. Wie viel Alkohol bei diesen Anlässen ausgeschenkt wird und wie sich diese Werbenummer in Zahlen auswirkt, darüber herrscht Stillschweigen.

Ständig steigen überall Partys, Shops werden eröffnet. Auch für die Modelabels ist Cannes ein wichtiger Lokaltermin. Der italienische Modeschöpfer Giorgio Armani eröffnet während des Festivals in Cannes eine Boutique und versorgt Stars mit seinen Roben. Calvin Klein liebäugelt auch mit der Filmkunst, Grund genug, um ein großes Filmfest zu Ehren der weiblichen Filmstars zu geben.

Kommentare (2)

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oceans11@central.banktunnel.eu

15.05.2013, 21:42 Uhr

a propos goldene Palme / geld CAMera

Die Geld-Cam mit dem Bild vom Videoband von gestern ist der Internet-Fernauslöser des Sprengsatzes des Teroristen von morgen.

;o);o) In Übereinstimmung mit der Prophezeiung! ;o);o)

Wer­den Bewe­gun­gen von Ban­kiers­li­mou­si­nen mög­li­cher­weise online beob­ach­tet? Wer­den Spren­gal­dun­gen künf­tig bequem aus dem Inter­net­cafe in Afghans­tan aus per Inter­net fern­aus­ge­löst? Wer spio­niete Herr­hau­sens Route aus? Eine gehackte Internet-CAM ist die "Herrhausen-Lichtschranke" des Ter­ro­ris­ten der mit der Zeit geht! Fotos der Schranke an der Ost­seite des Thea­tre­tun­nels an der EZB, Frank­furt a.M., ges­tern 14. 05.2013 um 15:14 Uhr, die der West­seite hevon heute, 15.05.2013 um 13:41 Uhr!

http://central.banktunnel.eu720130515-1341-ecb-tunnel-lichtschranke-20130514–1514.jpg
http://img211.imageshack.us/img211/5793/201305151341ecbtunnelli.jpg

Weg mit dem Schweinsystem.
~~~
Kommando "Wolfgang Grams"!

http://sch-einesystem.tumblr.com/

Account gelöscht!

26.05.2013, 14:15 Uhr

Auf mich wirkt es mehr wie ein peinliches Kasperltheater, wenn zwei so bekannte Schauspieler, die auch nicht mehr die jüngsten sind, versuchen, zwei Schwule zu imitieren.

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