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14.02.2012

14:28 Uhr

Filmpreis-Bilanz

Vorhang auf für die Oscar-Favoriten

VonAlexander Möthe

Unmittelbar vor der Oscar-Verleihung zeichnen sich die Favoriten ab: gerade „The Artist“ wird mit Preisen überschüttet. Doch schon manch sicher geglaubte Sieger stand bei den Academy Awards am Ende mit leeren Händen da.

„The Artist“-Star Jean Dujardin: beste Aussichten auf den begehrtesten Filmpreis der Welt. dapd

„The Artist“-Star Jean Dujardin: beste Aussichten auf den begehrtesten Filmpreis der Welt.

DüsseldorfBafta-Awards, Golden Globes, Critics’ Choice Awards, Screen Actor’s Guild Awards, Directors Guild Awards: Die Liste der Filmpreise, die dem Oscar vorausgehen, ist so lang wie bedeutsam. Zuletzt durfte sich die British Academy of Film and Television Arts als Stimmungsbarometer versuchen. Und das Ergebnis ist eindeutig – wenn es einen Oscar-Favoriten gibt, dann der französische Schwarz-Weiß-Film „The Artist“.

Der Überraschungsfilm mausert sich immer mehr zum „Instant Classic“, also zum Klassiker ab Kinostart. Beim britischen Filmpreis sahnte die Hommage an die Stummfilmära direkt mehrere Auszeichnungen ab. „The Artist“ wurde als bester Film, Schauspieler Jean Dujardin als bester männlicher Hauptdarsteller und Michael Havanvicius als bester Regisseur geehrt. Dazu gab es noch Trophäen für das beste Drehbuch, die beste Kamera und die Filmmusik. Insgesamt ist der Streifen für zehn Oscars nominiert.

Damit bestätigte der Film, was sich bei den vorigen Preisverleihungen schon abgezeichnet hatte. Bei den Golden Globes wurde „The Artist“ bestes Musical oder Komödie, auch Dujardin wurde dort prämiert. Allerdings räumte Martin Scorsese mit „Hugo Cabret“ den Preis für beste Regie einheimsen. Und der Golden Globe für das beste Drehbuch ging an Woody Allens „Midnight in Paris“.

Insgesamt jedoch scheint kein Weg mehr an dem künstlerisch anspruchsvollen, aber kommerziell gewagten Film vorbei. Kritiker und Filmschaffende selbst sind begeistert – und beste Voraussetzungen, um durch die Academy of Motion Picture Arts and Science mit einem Oscar bedacht zu werden. Die „Academy“ setzt sich aus rund 6.000 im weiteren Sinne Filmschaffenden zusammen, viele davon in und um Hollywoods Industrieapparat herum verortet. Als entsprechend aussagekräftig können daher vor allem die „Guild Awards“, die Preisverleihung der Gilden der Schauspieler, Regisseur, Produzenten und Kritiker.

Und auch hier liegt „The Artist“ in der Gunst der Fachleute vorn. Bei den Directors Guild Awards, Producers Guild Awards sowie den Critics Choice Awards wurde er als bester Film ausgezeichnet. Jean Dujardin erhielt die Ehrung der Screen Actors Guild, Regisseur Havanvicius lag in der Gunst seiner Kollegen ganz vorn. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt übrigens, dass die Gilden oftmals recht behalten. So gewannen die Preisträger der Screen Actors Guild Awards als beste männliche Hauptdarsteller seit 2009 durchweg auch den Oscar.

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