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03.04.2014

12:52 Uhr

Filmrezension „Auge um Auge“

Todeskämpfe in einer sterbenden Stadt

VonMarcel Reich

Hochkarätige Besetzung und Faustkämpfe vor der Szenerie der Hochöfen als Symbol des einstigen Wirtschaftsbooms: „Auge um Auge“ zeigt die Perspektivlosigkeit der US-Stahlindustrie, die einen Mann in den Abgrund treibt.

Sieh mir in die Augen: Harlan DeGroat (Woody Harrelson, links) und Russell Baze (Christian Bale) sind Feinde bis aufs Blut. dpa

Sieh mir in die Augen: Harlan DeGroat (Woody Harrelson, links) und Russell Baze (Christian Bale) sind Feinde bis aufs Blut.

DüsseldorfErst war der Ort, dann der Film: Die siechende, ehemalige Industriehochburg Braddock in Pennsylvania inspirierte Scott Cooper so sehr, dass sein neuester Film unbedingt dort spielen musste. Dafür modelte der „Crazy Heart“-Regisseur extra das Drehbuch für „Auge um Auge“ um, dass eigentlich schon für Regie-Kollege Ridley Scott und Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle vorgesehen war.

Er verpflanzte die Geschichte eines rachedurstigen, vom amerikanischen Traum erst beseelten und dann verlassenen Ex-Knackis in den vom Industrie-Glück verlassenen Norden der USA. Dort sucht Christian Bale in der Hauptrolle als Russel nach seinem verschwundenen Bruder (Casey Affleck). Dessen Leben ist durch seinen Einsatz im Irak-Krieg vollkommen aus den Fugen geraten.

Wie schon sein Vater arbeitet Russel im Stahlwerk in der Kleinstadt Braddock in Pennsylvania. Einst blühte die Region durch den Wirtschaftsboom der Schwerindustrie, nun ist das Ende des gesamten Industriezweigs abzusehen.

Die 15 erfolgreichsten Filme

Platz 15

„Harry Potter und der Stein der Weisen“ (2001)

Brutto-Einnahmen: 974,8 Millionen Dollar

Platz 14

„The Dark Knight“ (2008)

Brutto-Einnahmen: 1,005 Milliarden Dollar

Platz 13

„Alice im Wunderland“ (2010)

Brutto-Einnahmen: 1,024 Milliarden Dollar

Platz 12

„Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung“ (1999)

Brutto-Einnahmen: 1,027 Milliarden Dollar

Platz 11

„Fluch der Karibik 4 – Fremde Gezeiten“ (2011)

Brutto-Einnahmen: 1,044 Milliarden Dollar

Platz 10

„Toy Story 3“ (2010)

Brutto-Einnahmen: 1,063 Milliarden Dollar

Platz 9

„Fluch der Karibik 2 – Dead Man's Chest“ (2006)

Brutto-Einnahmen: 1,066 Milliarden Dollar

Platz 8

„James Bond – Skyfall“* (2012)

Brutto-Einnahmen: 1,079 Milliarden Dollar

*vorläufige Zahlen, läuft noch im Kino

Platz 7

„The Dark Knight Rises“ (2012)

Brutto-Einnahmen: 1,081 Milliarden Dollar

Platz 6

„Herr der Ringe 3 – Die Rückkehr des Königs“ (2003)

Brutto-Einnahmen: 1,120 Milliarden Dollar

Platz 5

„Transformers 3 – Dark of the Moon“ (2011)

Brutto-Einnahmen: 1,124 Milliarden Dollar

Platz 4

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ (2011)

Brutto-Einnahmen: 1,328 Milliarden Dollar

Platz 3

„Marvel's The Avengers“ (2012)

Brutto-Einnahmen: 1,512 Milliarden Dollar

Platz 2

„Titanic“ (1997)

Brutto-Einnahmen: 2,185 Milliarden Dollar

Platz 1

„Avatar“ (2009)

Brutto-Einnahmen: 2,782 Milliarden Dollar

Dennoch hält Russel an seinem Traum fest, durch ehrliche, harte Arbeit sich und seiner Freundin Lena (Zoe Saldana) eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Das labile Konstrukt seines Lebensentwurfs kollabiert, als Russel angetrunken eine Mutter und ihr Kind totfährt. Er landet im Knast.

Damit ist Russels jüngerer Bruder Rodney (Casey Affleck) endgültig auf sich allein gestellt. Nachdem der Soldat von seinem bereits vierten Irak-Aufenthalt zurückkehrt, treiben ihn posttraumatische Belastungen in einen undurchdringlichen Kreislauf aus Alkohol, Wetten und Schulden.

Um Letztere abzubauen, schlägt er den Vorschlag seines Bruders, ebenfalls im Stahlwerk zu schuften, in den Wind. Er will durch illegale Faustkämpfe das schnelle Geld für seine kriminellen Gläubiger zusammenkriegen.

Dabei kommt Rodney jedoch Harlan DeGroat (Woody Harrelson), dem Anführer einer brutalen Gang, in die Quere. Nachdem Rodney bei einem von DeGroat organisierten Kampf mit Absicht verlieren soll, verschwindet er spurlos. Als Russel seine Zeit im Gefängnis abgesessen hat, nimmt er die Suche nach seinem Bruder auf.

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