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14.04.2011

18:35 Uhr

Fotografie

Marilyn macht wieder Furore

VonBarbara Kutscher

Die New Yorker Fotoauktionen waren überaus erfolgreich. Ausnahmepreise erzielten die internationalen Versteigerer jedoch nicht. Phillips machte einige gute Preise mit Auflagenwerken und späteren Abzügen.

Seit Jahren auf Erfolgskurs: Peter Beard, hier mit dem Foto-Unikat "Maureen Gallagher and a Night Feeder at Hog Ranch" von 1987. Es kletterte von geschätzten120.000/180.000 auf 326.500 Dollar. Ein Rekordpreis für den Künstler auf einer Auktion. Quelle: Sotheby's

Seit Jahren auf Erfolgskurs: Peter Beard, hier mit dem Foto-Unikat "Maureen Gallagher and a Night Feeder at Hog Ranch" von 1987. Es kletterte von geschätzten120.000/180.000 auf 326.500 Dollar. Ein Rekordpreis für den Künstler auf einer Auktion.

New York Auch ohne Ausreisserpreise sprengten die New Yorker Fotoauktionen vom 6. bis 9. April die Erwartungen. Sotheby’s, Christie’s und Phillips de Pury nahmen 19,6 Mio. Dollar ein. Den Top-Preis markierte bei Christie's Richard Avedons Porträt "Marilyn Monroe, New York City, May 6, 1957" (8. April). Das schwarzweiße Bildnis, ein Abzug von 1980, erzielte 482.000 Dollar. Die Taxe lag bei 200.000 bis 300.000 Dollar.

Bereits am Vortag hatte am selben Ort schon der erste Teil der über 250 Fotos umfassenden Firmensammlung von Consolidated Freightways reüssiert. Angeführt wurde sie von Robert Mapplethorpes „Flag 1987“, die auf 158.500 Dollar kam (Taxe 70.000/90.000). Die Transportfirma aus Palo Alto hatte 2002 Bankrott angemeldet. Nun wurden ihre in den 1980er Jahren sehr günstig erworbenen Landschaftsaufnahmen aus dem Besitz der Muttergesellschaft Con-way versteigert.

338.500 Dollar für den Präsidenten

Sotheby’s war am 6. April mit einem Fokus auf dem Besonderen und Seltenen erfolgreich. Für Man Rays Fotomontage mit eines Aktes und einer Fotolampe (1933) bewilligte Kunstberater Gabriel Catone im Sammlerauftrag 410.500 Dollar (100.000/150 000). Von vier bekannten Abzügen ist er der einzige, der signiert wurde. Überraschend zahlte der New Yorker Antiquar Stephan Loewentheil 338.500 Dollar (50.000/70.000) für Mathew Bradys wichtige und damals weit verbreitete Daguerreotypie mit dem Porträt des Politikers John C. Calhoun aus South Carolina (1849). Er hatte es zwei Mal zum Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten geschafft.

Bei Phillips de Pury brachten am 9. April dagegen auch Auflagenwerke und spätere Abzüge einige erstaunlich hohe Preise. Die Spitze verteidigte hier jedoch Cindy Shermans konzeptuelles Selbstporträt „Untitled #278“ von 1993 zu 242.500 Dollar (200.000/300.000).

www.christies.com

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