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11.10.2011

15:05 Uhr

Frankfurter Buchmesse 2011

Das Buch ist nur ein Baustein von vielen

Die 63. Frankfurter Buchmesse soll eine globale Börse für Inhalte aller Art sein. Das Buch ist dabei nur nur ein Baustein unter vielen. Gespannt wird schon im Vorfeld über neue E-Book-Reader diskutiert.

Auf dem Gelände der Buchmesse finden sich nicht mehr nur Bücher. Im Bild fotografiert ein Mann eine Star-Wars-Figur aus Lego. dpa

Auf dem Gelände der Buchmesse finden sich nicht mehr nur Bücher. Im Bild fotografiert ein Mann eine Star-Wars-Figur aus Lego.

FrankfurtIm Jahr 1972 erhielt der dänische Literaturagent Ib Lauridsen auf der Frankfurter Buchmesse keinen eigenen Stand. Der war Verlegern vorbehalten. Da veröffentlichte der gewiefte Mann aus Kopenhagen kurzerhand ein Buch auf Englisch mit dem witzigen Titel „Wie man einen Stand bei der Frankfurter Buchmesse erhält“ - schon war er zugelassen. Eine nette Anekdote aus längst vergangenen Zeiten. Heute tummeln sich auch Filmproduzenten, Regisseure wie Roland Emmerich oder Hersteller von Computerspielen auf der Messe. Und die Organisatoren sind heilfroh darüber.

Die weltgrößte Bücherschau (12. bis 16. Oktober) wandelt sich immer mehr zum Börsenplatz für Inhalte aller Art. Das Buch ist nur noch einer der Bausteine in einer immer breiter gefächerten Verwertungskette. „Wir müssen alles machen - Print, Digital, Social Media und die Vernetzung vorantreiben“, heißt das Credo von Buchmessen-Chef Juergen Boos.

Die diesjährige Buchmesse steht laut Boos ganz im Zeichen des „Aufbruchs im Mediensektor“. „Die Branche setzt sich gerade ganz neu zusammen“, sagte Boos vor der offiziellen Eröffnung der Buchmesse am Dienstag in Frankfurt am Main. Vor allem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Literaturproduktion entstünden neue Segmente.

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, mahnte in dem Zusammenhang zur Achtung des Urheberrechts. Bereits 60 Prozent aller in Deutschland genutzten E-Books würden illegal heruntergeladen, sagte er. Die alte Kette im Buchgeschäft - vom Autor über Verleger und Händler zum Leser - ist passé.

Als global wichtigster Treff will die Buchmesse, organisiert vom Dachverband der deutschen Buchbranche, den unaufhaltsamen digitalen Wandel vorantreiben. Es bleibt der Messe auch keine Wahl, wenn sie nicht über kurz oder lang überflüssig werden will. Mit 7500 Ausstellern aus 110 Ländern hat die Leistungsschau nach eigenen Angaben in etwa wieder so viel Fläche vermietet wie im Vorjahr - dabei dominieren in den Hallen aber weiterhin die Regale mit den ausgestellten Büchern. Weit größeres Interesse werden jedoch die neuen E-Book-Reader (Lesegeräte) finden, die zur Messe auf den Markt gekommen sind.

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