Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.02.2015

13:51 Uhr

Fußball und Kunst

Gegen Messi hat Shakira keine Chance

VonLucas Fuhr

Der Marktwerkt von Lionel Messi ist beträchtlich – auch als Bild. Bei einer Benefizauktion in London brachten zwei Messi-Bilder insgesamt fast eine Million Euro ein. Profitieren davon sollen benachteiligte Kinder.

Fußball-Freestyle-Weltmeister John Farnworth posiert vordem Bild „Lionel Messi and a Universe of Flowers“ des japanischen Künstlers Takashi Murakami. Bei einer Benefizauktion von Sotheby's in London brachte das Werk fast 430.000 Euro ein. AFP

Lionel Messi

Fußball-Freestyle-Weltmeister John Farnworth posiert vordem Bild „Lionel Messi and a Universe of Flowers“ des japanischen Künstlers Takashi Murakami. Bei einer Benefizauktion von Sotheby's in London brachte das Werk fast 430.000 Euro ein.

Das Auktionshaus Sotheby's in London hat zwei Bilder mit Fußballstar Lionel Messi als Motiv für umgerechnet 924.000 Euro verkauft. Die Bilder von Damien Hirst und Takashi Murakami waren Teil einer Auktion für wohltätige Zwecke, die insgesamt über dreieinhalb Millionen Euro einbrachte.

Messi selbst trat als offizieller Unterstützer der Aktion auf. Murakamis „Lionel Messi and a Universe of Flowers“ kam demnach für 429.756 Euro unter den Hammer, das Bild von Hirst, einem der gefragtesten und kommerziell erfolgreichsten Künstler der Gegenwart, brachte sogar 494.829 Euro ein.

Der Titel „Beautiful Messi Spin Painting For One in Eleven“ bezieht sich dabei auf den offiziellen Namen der Veranstaltung, „1 in 11“. Paten waren neben Sotheby's der FC Barcelona, die katarische Wohltätigkeitsorganisation „Reach Out To Asia“ und Unicef. Zugute kommt das Geld Projekten, die weltweit benachteiligte Kinder unterstützen.

Lionel Messi: Seine Sponsoren

Seine Sponsoren

Lionel Messi ist eines der gefragtesten Werbegesichter überhaupt. Davon profitiert der Argentinier auch gehörig. Die Sponsoringberatung Sport+Markt schätzt, dass er im Jahr bis zu 20 Millionen Euro durch Werbedeals verdient. Die jeweiligen Summen sind zumeist unbekannt, die wertvollsten sind hier in absteigender Reihenfolge zusammengestellt.

Stand: 2012

Adidas

Der Vertrag mit dem deutschen Sportartikelhersteller ist der höchstdotierte in der umfangreichen Werbesammlung des weltbekannten Fußballers und auch für den Konzern einer der wichtigsten Werbedeals überhaupt. Dafür, dass er mit Adidas-Schuhen spielt und zu den Markenbotschaftern des Unternehmens gehört, bekommt der Superstar jährlich eine mittlere einstellige Millionensumme überwiesen.

Pepsi

Der amerikanische Getränkekonzern ist bekannt dafür, nur mit Weltstars zu werben. Neben Messi haben auch schon Roberto Carlos, Fernando Torres und Michael Ballack einen kräftigen Schluck aus der Dose genommen. Auch Popstars wie Justin Timberlake und Britney Spears gehörten schon zu den ausgesprochen gut bezahlten Werbegesichtern.

EA Sports

Als „Transfer-Coup“ bezeichnete es der Videospielhersteller EA Sports, als Messi im November vergangenen Jahres das Werbegesicht des Unternehmens wurde. Sein Konterfei schmückt seitdem die weltbekannte Fußballspielreihe „FIFA“. Tatsächlich handelte es sich dabei um einen Transfer, denn für den schärfsten Konkurrenten der FIFA-Reihe, Pro Evolution Soccer von Konami, hatte der Argentinier von 2009 bis 2011 geworben. Die sind nun auf Cristiano Ronaldo umgestiegen.

Lary's

Bastian Schweinsteiger zieht sich am liebsten mit Funny-Frisch-Chips aufs Sofa zurück, Messi greift dafür zur Konkurrenz von Lay’s. Wahrscheinlich beschränkt sich das Fernsehen und Chipsessen aber auf die Werbespots. Denn Spitzensportler müssen streng auf ihre Ernährung achten. Und Messi darf darüber hinaus nicht in Werbekonflikte geraten…

Herbalife

….denn er ist auch Botschafter von Herbalife. Der Konzern ist der offizielle Ernährungspartner des FC Barcelona und hat sich zeitgleich mit dem Deal 2010 auch den kleinen Dribbelkünstler mit ins Boot geholt. Zu der Vereinbarung gehört, dass die unternehmenseigene Stiftung mit der Leo Messi Foundation Ernährungs- und Bildungsinitiativen umsetzt.

Head & Shoulders

Mehrere Trainingseinheiten am Tag, Spiele in der Champions League, im Pokal und in der Liga – Profisportler wie Lionel Messi duschen andauernd. Procter & Gamble macht sich das zu nutze und hat ihn als Werbegesicht für das Anti-Schuppen-Shampoo Head & Shoulders verpflichtet. Ob er es auch tatsächlich nötig hat, ist unbekannt.

Dolce & Gabbana

2009, 2010 und 2011 wurde Messi jeweils zum Weltfußballer des Jahres gekürt. Die letzten beiden Auszeichnungen nahm der Argentinier im edlen Zwirn der italienischen Modemarke Dolce & Gabbana entgegen. Die kleidet ihn seit zwei Jahren bei solchen offiziellen Anlässen ein.

Audemars Piguet

Die Schweizer Luxusuhrenmarke Audemars Piguet konnte Messi 2010 als Markenbotschafter gewinnen. Mittlerweile gibt es in einer limitierten Auflage von 1000 Stück die Leo Messi Royal Oak. Die Uhr wird mit persönlicher Widmung des Spielers in einer lackierten, einem Schuhkarton nachempfundenen, Box ausgeliefert.

Chery

Zu Luxusanzügen- und Uhren passen Luxusautos. Messi wurde 2010 also auch das Gesicht einer Automarke. Allerdings einer auf den ersten Blick etwas skurrilen: Doch der Fußballstar ist auch im fernen China berühmt und so verpflichtete ihn der dort ansässige Autobauer Chery für seine edle Riich-Modellreihe.

Actileche (Marke von Grupo Bimbo)

Möglicherweise noch ein Produkt, bei dem die Ernährungsberater des Superstars einschreiten würden: Weißbrot. Messi bewirbt es aber dennoch. Das Brot nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als in erster Linie im spanischsprachigen Raum verkauft wird. Auch für Messi gilt anscheinend: Es muss nicht immer die Welt sein.

Kurztexte von Malte Laug

Neben Messi ließen sich auch dessen Mannschaftskollege Gerald Piqué nebst Lebensgefährtin Shakira porträtieren, allerdings mit weniger Erfolg: Das „Portrait of Gerard Piqué as Apollo del Belvedere“ des Franzosen Francesco Vezzoli ging für rund 44.000 Euro über den Auktionstisch, das „Portrait of Shakira“ von Yan Pei-Ming brachte rund 33.000 Euro ein.

Das teuerste verkaufte Kunstwerk der Auktionen erzielte das Werk „Donkey (Yellow)“. Es ist vom ebenfalls sehr bekannten wie auch umstrittenen Künstler Jeff Koons. Koons und Hirst gelten mit Privatvermögen von schätzungsweise über einer Milliarde Dollar nach dem Deutschen Gerhard Richter zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×