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14.07.2015

15:30 Uhr

„Gehe hin, stelle einen Wächter“

Roman von Harper Lee in Deutschland mit Startauflage von 100 000

Ihr Debüt „Wer die Nachtigall stört“ verkaufte sich über 40 Millionen mal – dann passierte mehr als 50 Jahre lang nichts. Ihr zweites Werk wird nun mit Spannung erwartet. Verlage drucken vorsorglich Millionen Exemplare.

Mehr als 50 Jahre hat es gedauert, doch jetzt veröffentlicht die US-Schriftstellerin Harper Lee ihr lang ersehntes Zweitwerk: „Geh hin, stelle einen Wächter“. ap

Harper Lee

Mehr als 50 Jahre hat es gedauert, doch jetzt veröffentlicht die US-Schriftstellerin Harper Lee ihr lang ersehntes Zweitwerk: „Geh hin, stelle einen Wächter“.

MünchenMehr als 50 Jahre nach dem Welterfolg „Wer die Nachtigall stört“ ist der mit Spannung erwartete zweite Roman der Pulitzer-Preisträgerin Harper Lee erschienen. Vor zahlreichen Buchläden in den USA und Großbritannien bildeten sich schon am frühen Dienstagmorgen Schlangen von Menschen, die das Buch „Go set a Watchman“ („Gehe hin, stelle einen Wächter“) kaufen wollten.

Das Buch, dessen Veröffentlichung die „New York Times“ als „eines der größten Ereignisse im Verlagswesen seit Jahrzehnten“ gefeiert hatte, erscheint in den USA mit einer enormen Startauflage von zwei Millionen Exemplaren. Die deutsche Version kommt am Freitag mit einer Startauflage von 100 000 Exemplaren in die Buchläden. „Die Spannung ist enorm“, sagte DVA-Verlagssprecher Markus Desaga in München. „Ich gehe mal davon aus, dass wir bald auf der Bestsellerliste stehen.“

„Wir sind dafür gerüstet, dass schon bald über Nachdruck geredet wird“, sagte Desaga. Die Auslieferung in Deutschland läuft bereits. „Die ersten Bücher sind am Freitag rausgegangen, seit Montag wird im größeren Stil ausgeliefert, auch für Österreich und die Schweiz“, sagte der Verlagssprecher. „Das ist bei der Größenordnung auch logistisch eine Herausforderung.“

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Der Roman war schon vor dem Erscheinungstermin der am häufigsten vorbestellte in der Geschichte des US-Verlags HarperCollins, und auch bei der US-Version des Onlinehändlers Amazon ist in diesem Jahr noch kein Buch häufiger vorbestellt worden. Überall in den USA und Großbritannien feierten Buchläden und Kulturhäuser das Erscheinen des Romans mit längeren Öffnungszeiten, Partys, Lesungen und Diskussionsveranstaltungen.

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