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20.01.2014

12:39 Uhr

Generali Foundation

Schock in Wien - Freude in Salzburg

Einst baute die österreichische Kunsthistorikerin Sabine Breitwieser die Sammlung der Generali-Versicherung auf. Sie hat noch heute die Fäden in der Hand. Das zeigt der überraschende Umzug der Firmenkollektion von Wien in das von Breitwieser geleitete Salzburger Museum der Moderne.

Dr. Heinrich Schellhorn, Landesrat für Kultur, Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann, (beide Land Salzburg), Dr. Sabine Breitwieser, Direktorin des Museum der Moderne mit Dr. Dietrich Karner, Präsident der Generali Foundation und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Generali Holding sowie Dr. Peter Thirring, Vorsitzender des Vorstandes der Generali Holding. (v. li. nach re.) MdM Salzburg/wildbild

Dr. Heinrich Schellhorn, Landesrat für Kultur, Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann, (beide Land Salzburg), Dr. Sabine Breitwieser, Direktorin des Museum der Moderne mit Dr. Dietrich Karner, Präsident der Generali Foundation und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Generali Holding sowie Dr. Peter Thirring, Vorsitzender des Vorstandes der Generali Holding. (v. li. nach re.)

WienAllzu viel erwartete man nicht von jener Pressekonferenz, die das Salzburger Museum der Moderne vergangenen Freitag ansetzte: Einen starken Partner wolle man präsentieren, hieß es in der Mitteilung. Doch wer dahinter schlicht einen Sponsor vermutete, lag falsch. Sabine Breitwieser, seit Herbst des vorigen Jahres Direktorin des Museums, hat nämlich die brillante Sammlung der Generali-Versicherung als Dauerleihgabe an Land gezogen.

Ende 2015 sollen die 2100 Werke von ihrem Wiener Standort nach Salzburg ziehen, so kündigte sie gemeinsam mit Kulturpolitikern, mit dem Generali-Präsidenten Dietrich Karner und Vorstandsvorsitzenden Peter Thirring an. Dort sollen sie im Dialog mit der Museumssammlung präsentiert werden. Eein eigenes Stockwerk im Haus am Mönchsberg ist bereits dafür reserviert.

Salzburg braucht zusätzliche Depots

Breitwieser, die einige Jahre am Museum of Modern Art (MoMA) als Kuratorin verbrachte, hatte die Sammlung des Konzerns zwischen 1988 und 2007 aufgebaut. Heute gilt sie als eine der profiliertesten österreichischen Firmenkollektionen. Nicht nur Werke maßgeblicher österreichischer Künstler wie Valie Export, Franz West, Ernst Caramelle oder Richard Kriesche sind darin vertreten. Die Generali-Sammlung enthält auch wichtige Positionen der internationalen, vor allem US-amerikanischen Konzept-, Performance- und Videokunst, darunter Werke von Dan Graham, Gordon Matta-Clark, Adrian Piper und Martha Rosler.

Freilich braucht man nun in Salzburg zusätzliche Depots. Breitwieser bezifferte den zusätzlichen Platzbedarf mit rund 3.000 Quadratmetern. Ein Drittel davon hätte man allerdings auch ohne die Generali-Sammlung benötigt. Die zusätzlichen Kosten sollen vom Land Salzburg finanziet werden.

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