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08.06.2012

07:34 Uhr

Grita Insam

Avantgardistin unter Österreichs Galeristen

VonChristiane Fricke

Vor einem halben Jahr musste Grita Insam ihre Galerie in Wien aus gesundheitlichen Gründen zu machen. Jetzt starb die engagierte Kunstvermittlerin im Alter von 73 Jahren.

Die Wiener Galeristin Grita Insam. Galerie Grita Insam, Wien

Die Wiener Galeristin Grita Insam.

DüsseldorfEs ist gerade einmal ein halbes Jahr her, dass Grita Insam aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit als Galeristin in Wien beendete. Nun starb die engagierte Kunstvermittlerin an den Folgen eines Schlaganfalls. Grita Insam, die jahrelang gegen den Krebs kämpfte, wurde 73 Jahre alt.

40 Jahre lang gehörte die Österreicherin zur „Avantgarde“ unter den Galeristen mit einem Hang zu schwierig vermittelbaren Kunstformen. Sie war in Wien die erste Adresse für die Konzeptkunst, für Medienkunst in allen ihren Spielarten, für Performance und Klangkunst. Auch in den kulturpolitischen Diskurs schaltete sich die Galeristin ein. Christa Steinle, ehemalige Leiterin der Neuen Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum fand dafür 2009, als Insam das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen wurde, die treffenden Worte: „Sie war nie nur eine Galeristin, die Kunst nur aus sachlich geschäftlicher Perspektive zur Disposition stellte, um Vertrieb und Verkauf zu forcieren.“ Ihre Form der Galerie sei stets eine Mischung aus Agentur, Festivalforum, Kulturamt und sozialer Plattform gewesen, die sich für eine demokratische Verbreitung von Kunst einsetzte.

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