Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.06.2015

19:01 Uhr

Günther Jauch

ARD-Talkshow läuft zum Jahresende aus

Günther Jauch wird ab 2016 nicht mehr mit einer eigenen Talkshow bei der ARD zu sehen sein. Das gab der NDR bekannt. Der Sender wollte den zum Jahresende auslaufenden Vertrag mit dem Talkmaster gerne verlängern.

Die ARD-Talksendung „Günther Jauch“ läuft nach vier Jahren zum Jahresende aus. dpa

Günther Jauch

Die ARD-Talksendung „Günther Jauch“ läuft nach vier Jahren zum Jahresende aus.

HamburgNach vier Jahren Polit-Talk am Sonntagabend hört Günther Jauch (58) zum Jahresende bei der ARD auf. Jauch wolle seinen Vertrag nicht verlängern, teilte der für die Sendung zuständige Norddeutsche Rundfunks am Freitag mit. „Über das Angebot der ARD zur Vertragsverlängerung habe ich mich sehr gefreut. Sowohl aus beruflichen als auch aus privaten Gründen habe ich es nicht angenommen“, zitierte ihn der NDR in einer Mitteilung.

Zu konkreten Gründen der Absage wollte sich der NDR nicht äußern. Über einen Nachfolger sei noch nicht entschieden. Die ARD will den Talk am Sonntagabend auf jeden Fall fortführen, aber „dann leider ohne Günther Jauch“, sagte ARD Programmdirektor Volker Herres. Jauch ist seit 1999 auch Moderator des RTL-Dauerbrenners „Wer wird Millionär?“ Seine Sendung im Ersten ist die erfolgreichste Polit-Talkshow in Deutschland, sie sorgte immer wieder für Debatten und zog auch Kritik auf sich.

Lutz Marmor, NDR-Intendant und ARD-Vorsitzender, dankte Jauch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. „Er hat mit seiner Sendung oft die politische Agenda geprägt und für das Erste neue Zuschauer gewonnen. Sein Talkformat ist pointiert, hintergründig, emotional und auch mal unterhaltsam aufbereitet - passend für den Sonntagabend.“

Medienmacher: Der „Kultur Spiegel“ soll ins Netz

Medienmacher

Der „Kultur Spiegel“ soll ins Netz

Der Umbau des Supplements ist dem „Spiegel“ noch viel wichtiger als bisher bekannt. Vor seinem Tod hat Verleger Alfred Neven DuMont seine Anteile am Verlag erhöht. Und die dpa mag nicht mehr mit den Gewerkschaften reden.

ARD-Programmdirektor Herres betonte, Jauch erreiche mehr Zuschauer als bislang alle vergleichbaren politisch-aktuellen Talkformate. „Außerdem liegt der Anteil der jüngeren Zuschauer so hoch wie nie zuvor. An diesen Erfolg werden wir 2016 anknüpfen können und unseren Premium-Anspruch in diesem Genre aufrechterhalten.“

Die Sendung „Günther Jauch“, die meist direkt nach dem „Tatort“ läuft, erreicht nach NDR-Angaben im Schnitt 4,62 Millionen Zuschauer (Marktanteil 16,2 Prozent). 2013 lag der Marktanteil sogar bei 17,0 Prozent und 4,85 Millionen Zuschauern. „Das sind die besten Werte für eine Talksendung im deutschen Fernsehen.“

Jauch hatte den Sendeplatz 2011 von Anne Will übernommen, die jetzt am weit weniger attraktiven Mittwochabend auf Sendung geht. Die meisten Zuschauer hatte die Ausgabe vom 1. September 2013 nach dem Fernsehduell von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück. Damals schalteten 8,25 Millionen ein (Marktanteil 30,2 Prozent). Besonders erfolgreich war auch „Der Fall des Uli Hoeneß - vom Saubermann zum Steuersünder?“ vom 21. April 2013 mit 6,70 Millionen Zuschauern (Marktanteil 23,0 Prozent).

Die Ausgabe am kommenden Sonntag ist die 143. auf diesem Programmplatz mit Günther Jauch, hieß es bei dessen Produktionsfirma I&U TV. Das Unternehmen beschäftigt 140 Mitarbeiter und produziert neben der Sonntagabend-Talkshow der ARD auch Sendungen wie „stern TV“ oder „Die 2 - Gottschalk und Jauch gegen alle“.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Novi Prinz

05.06.2015, 18:09 Uhr

Ich glaube nicht ,dass G. J. die wahren Ursachen für sein Aufhören nennen wird !

Account gelöscht!

05.06.2015, 18:53 Uhr

Eine Betroffenheits-Sabber-Runde weniger im Staatsfernsehen. Wie bedauerlich!

Frau Randi Roch-Keßler

05.06.2015, 19:27 Uhr

Kann ich nur begrüßen: Will, Ilner, Plasberg, alles eine Jauch(egrube) alle Manipulationsmedien mit politisch korrektem Auftritt, der aber nichts mit Betrachten der Wirklichkeit zu tun hat.

Zum ABtritt Jauchs wünsche ich mir den AUStritt aus der EU und die Rückkehr zu den souveränen Staaten, mit der EU kamen Kriegsbeteiligungen, Hochverratspolitik und Raubrittertum gegen die Bürger.
Politische Entscheidungen werden nur noch für Eliten und durch EUliten getroffen und nicht mehr an den Wünschen der Bürger ausgerichtet.

Es wird straff am Zerfall der Demokratie gearbeitet, meint auch Prof. Gertrud Höhler.

Medien sind Propagandawerkzeuge der Eliten.

Unkontrollierte massenhafte Zuwanderung wird im übelstem Maße betrieben, es soll so ein Chaos entstehen mit Angsterzeugung durch Falsche Flaggen des Terrors.

Es werden die Vermögen der Bürger vernichtet. Abschaffung des Bargeldes wird forciert. So dass sich kein Bürger mehr den Negativzinsen entziehen kann, die auf sein schwer erarbeitetes Erspartes erhoben werden.

Man arbeitet an einer Verschwörung mit den USA-NWO-Verfechtern an einer EIN-WELT-REGIERUNG, in der wir dann mit Chip unter der Haut, statt Fußfessel in die Sklaverei manövriert werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×