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15.03.2017

11:36 Uhr

Handelsblatt Wirtschaftsclub

Olli Dittrich und die Ökonomie des Humors

VonChristoph Kapalschinski

Der Hamburger Unterhaltungskünstler Olli Dittrich verdient nicht immer blendend. Er kann aber tun, was ihm Freude macht, berichtete er im Handelsblatt Wirtschaftsclub. Das macht ihn finanziell und ideell unabhängig.

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„Dittsche“ ist nichts für Privatsender – „Die Werbeunterbrechung passt nicht zum Format“

Handelsblatt Wirtschaftsclub: „Dittsche“ ist nichts für Privatsender – „Die Werbeunterbrechung passt nicht zum Format“

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HamburgWer Olli Dittrich einlädt, muss damit rechnen, gleich eine ganze Reihe von illustren Gästen mit begrüßen zu dürfen. Mühelos wechselt der Comedian nämlich die Rollen, ist für einen Augenblick der Imbiss-Philosoph Dittsche, dann wieder der Beckenbauer-Doppelgänger Schorsch Aigner oder der sächselnde Außenreporter Sandro Zahlemann.

Schon allein diese Verwandlungskunst sorgte beim jüngsten Club-Gespräch des Handelsblatt Wirtschaftsclubs dafür, dass es beim Thema „Die Ökonomie des Humors“ jedenfalls nicht trocken zugehen konnte. Für Dittrich folgt auch diese Ökonomie Konjunkturzyklen.

„Nach erfolgreichen Jahren haben sich erfolglosere angeschlossen“, bilanzierte er im Gespräch mit dem stellvertretenden Handelsblatt-Chefredakteur Thomas Tuma seine eigene Karriere. Verkauft habe er sich für Erfolge jedoch nie: „Ich gehe zum Beispiel keine Deals mit der Bild-Zeitung ein, um meine Dinge zu bewerben. Das passt einfach nicht“, sagte Dittrich im Hamburger Brau-Haus „Altes Mädchen“.

„Nach erfolgreichen Jahren haben sich erfolglosere angeschlossen“, bilanzierte Olli Dittrich (links) im Gespräch mit dem stellvertretenden Handelsblatt-Chefredakteur Thomas Tuma seine eigene Karriere.

Olli Dittrich und Thomas Tuma

„Nach erfolgreichen Jahren haben sich erfolglosere angeschlossen“, bilanzierte Olli Dittrich (links) im Gespräch mit dem stellvertretenden Handelsblatt-Chefredakteur Thomas Tuma seine eigene Karriere.

Finanziell sei er seiner Fernseh-Figur Dittsche, dem arbeitslosen Schwadroneur, zwischen 1985 und 1992 am nächsten gewesen, verriet Dittrich. Nach einer Lehre als Theatermaler bei der Hamburgischen Staatsoper jobbte er zunächst als „Platenpacker“ bei Polydor – bewies dort aber offenbar Talent und arbeitete sich bis zum Produktmanager mit internationaler Verantwortung hoch.

Dann kam der Durchbruch im Team von „RTL Samstag Nacht“: „Für mich war der damalige Comedy-Boom ein großer Segen nach den Jahren, die davor lagen.“ Zusammen mit Wigald Boning verkaufte er anschließend 1,5 Millionen eigene Platten als Duo „Die Doofen“ mit Hits wie „Mief“.

Das ermöglicht ihm eine finanzielle Unabhängigkeit. „Ich war nur einmal ganz kurz arbeitslos gemeldet nach der Lehre“, sagte er. „Das mache ich sonst nicht.“ Für weniger erfolgreiche Schauspieler ist es hingegen üblich, sich zwischen Rollen bei der Arbeitsagentur zu melden.

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