Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2017

12:53 Uhr

Hasso Plattner

Museum für die Sinne

VonSusanne Schreiber

SAP-Mitgründer Hasso Plattner gönnt sich zu seinem Geburtstag ein eigenes Museum. Dort zeigt er, was ihm privat am Herzen liegt: impressionistische Malerei, insbesondere Küstenlandschaften, und eine kleine Auswahl an DDR-Kunst. Ab dem 23. Januar ist sein Palais Barberini für die Öffentlichkeit zugänglich.

Kunstmäzen Hasso Plattner (re.)  mit Museumsdirektorin Ortrud Westheider vor Claude Monets Gemälde "Seerosen". Bernd Settnik/dpa

Im heute eröffneten Museum Barberini

Kunstmäzen Hasso Plattner (re.) mit Museumsdirektorin Ortrud Westheider vor Claude Monets Gemälde "Seerosen".

PotsdamThink big - das war schon immer der Antrieb für Hasso Plattner. Nur so hat er das Unternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung zum Weltmarktführer SAP machen können. Dass der Aufsichtsratschef von SAP neben der Leidenschaft fürs Segeln auch noch die Liebe zur Kunst pflegt, wird erst an diesem Wochenende allgemein bekannt.

Am Freitag eröffnet feierlich das Museum Barberini in Potsdam mit 2200 qm Ausstellungsfläche. Neben Prominenz aus lokaler Politik, Medien und Showbizz haben sich u.a. auch die Bundeskanzlerin und Bill Gates angesagt. Das Publikum darf sich ab Montag 23. Januar ein Bild machen. Seinen Namen verdankt das prachtvolle Museum am Alten Markt dem römischen Renaissance-Palazzo Barberini. Dessen Fassade mit Säulen und eleganten Fensterreihen gab 1772 das Vorbild ab für das Potsdamer Palais Barberini der Architekten Unger und von Gontard.

Das größte Geschenk zu seinem 73. Geburtstag am 21. Januar hat sich der umtriebige Vordenker wohl selbst gemacht. Über die Baukosten für den Museumsneubau des Architekturbüros Hilmer & Sattler wird Stillschweigen gewahrt. Und auch der Wert der vielteiligen Kunstsammlung wird diskret verschwiegen. Klar ist aber, dass hier einer der finanziell potentesten Privatsammler mit einem eigenen Haus in die Öffentlichkeit geht. Mit Gemälden von Claude Monet, Alfred Sisley und Gustave Caillebotte, mit Leinwandbildern von Edvard Munch, Max Liebermann und Emil Nolde dürfte sich das neue Museum schnell zu einem Besuchermagneten entwickeln.

Impressionismus im Museum Barberini. Hier werden Betrachtungen vor dem Bild "Sonnenblumen im Garten von Petit" von Gustave Caillebotte angestellt. Bernd Settnik/dpa

Womit sich Kaiser Wilhelm II schwer tat

Impressionismus im Museum Barberini. Hier werden Betrachtungen vor dem Bild "Sonnenblumen im Garten von Petit" von Gustave Caillebotte angestellt.

So wie der Wissenschaftsförderer Hasso Plattner das nach ihm benannte Lehr - und Forschungsinstitut an der Universität Potsdam (HPI) mit einem dreistelligen Millionenbetrag fördert, pflegt auch Kunstfreund Großzügigkeit. Viele seiner zahlreichen Gemälde von Monet sind nur für Millionenbeträge zu erwerben. Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat kürzlich Plattners Vermögen mit 9,5 Milliarden Euro beziffert.

Das Museum Barberini aber soll ein Kunst- und Ausstellungshaus sein, das mehr zeigt als nur Werke aus der Kunstsammlung von Hasso Plattner. Bei den drei Eröffnungsausstellungen liegen die Schwerpunkte bei den Impressionisten, abstrakten Amerikanern und Kunst aus der DDR. Das entspricht den Vorlieben des Mäzens. Doch Direktorin Ortrud Westheider bindet in die Themen stets hochkarätige Leihgaben aus weiteren privaten und öffentlichen Museen mit ein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×