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30.05.2013

19:50 Uhr

Hauswedell & Nolte

Beckmanns steifer Hut

VonFrank Kurzhals

Das Hamburger Auktionshaus Hauswedell & Nolte versteigert am 5. und 6. Juni rund 1000 Lose. Schwerpunkt ist die Klassische Moderne und Kunst nach 1945. Es kommen aber auch Altmeister, 19. Jahrhundert-Malerei und eine Sammlung mit kleinstformatiger alter Graphik aus Nürnberg unter den Hammer.

Max Beckmann: "Selbstbildnis mit steifem Hut", Kaltnadelradierung, 1921, Taxe: 100.000 Euro. (Ausschnitt) VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Max Beckmann: "Selbstbildnis mit steifem Hut", Kaltnadelradierung, 1921, Taxe: 100.000 Euro. (Ausschnitt)

HamburgRund 1000 Lose werden am 5. und 6. Juni bei Hauswedell & Nolte unter Hammer kommen. Zum Aufruf kommen „Moderne Kunst“, „Kunst nach 1945“ und „Alte Kunst“. Darüber hinaus versteigert das Hamburger Auktionshaus die in Sonderkatalogen präsentierten „Nürnberger Kleinmeister“ und die graphischen Selbstbildnisse von Max Beckmann.

Paul Klees heitere Seite

Paul Klee: Bauhaus-Postkarte "Die heitere Seite", Lithographie 1923, Taxe: 10.000 Euro. (Ausschnitt) Hauswedell & Nolte, Hamburg

Paul Klee: Bauhaus-Postkarte "Die heitere Seite", Lithographie 1923, Taxe: 10.000 Euro. (Ausschnitt)

Das mengenmäßig umfangreichste Angebot gilt erneut der Modernen Kunst und der Kunst nach 1945. Das Spektrum ist breit gestreut. Es reicht von Bauhaus-Postkarten über die traditionell umfangreiche Tranche mit Arbeiten von Horst Janssen bis hin zur zeitgenössischen Fotografie. Das Bauhaus ist mit Arbeiten zu Preisen zwischen 400 Euro (Gerhard Marcks) bis 10.000 Euro (Paul Klee) vertreten. Von dem Hamburger Janssen gibt es u.a. ein Selbstbildnis von 1979 für 25.000 Euro. Ein Porträt von Ruff liegt bei geschätzten 29.000 Euro. Die meisten Taxen liegen im niedrigen vier- bis fünfstelligen Bereich.

Das Angebot von 26 graphischen Selbstbildnissen Max Beckmanns ist einer der Höhepunkte dieser Frühjahrsauktion. Zeitlich reichen die Blätter vom seltenen lithographischen „Selbstbildnis mit Bart“ von 1903 (Taxe 60.000 Euro) bis zu einem „Selbstbildnis“ von 1946, für das 12.000 Euro erwartet werden. Die Spannbreite der Taxen bewegt sich insgesamt zwischen moderaten 3.000 Euro für „Abend“ (1916) und respektablen 100.000 Euro für das herausragende „Selbstbildnis mit Hut“ von 1921. Beide Arbeiten sind Kaltnadel-Radierungen.

Dodo mit japanischem Schirm

Ein weiterer Höhepunkt der Moderne bei Hauswedell & Nolte ist Ernst Ludwig Kirchners sinnlich-sittliche Lithographie „Dodo mit japanischem Schirm“ von 1909. Sie soll 300.000 Euro einspielen. Von Edvard Munch wird ein zweifarbiger Holzschnitt von 1899 angeboten. Typisch für Munch ist schon der Titel: „Zwei Menschen – Die Einsamen“. Der Schätzpreis liegt bei 250.000 Euro.

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