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11.08.2014

16:25 Uhr

Highlights

Tefaf-Aussteller als tragende Säulen

VonSabine Spindler

Die „Highlights – Internationale Kunstmesse München“ nimmt leichte Änderungen am Profil vor. Unter den Ausstellern der deutschen Nobelmesse sind allein vier Galerien für Fotografie und Design vertreten.

Ernst Haas printete seine Farbaufnahme "Cosmos, California 1981" mit dem aufwändigen Dye Transfer-Verfahren (Ausschnitt) Galerie Johannes Faber, Wien

Ernst Haas printete seine Farbaufnahme "Cosmos, California 1981" mit dem aufwändigen Dye Transfer-Verfahren (Ausschnitt)

MünchenAnders als andere Messe-Veranstalter hat Deutschlands hochkarätige Kunst- und Antiquitätenschau, die 2009 gegründete „Highlights – Internationale Kunstmesse München“, anscheinend keine Sorgen, ausreichend Teilnehmer zu finden. Bereits jetzt macht die international besetzte, aber auch äußerst kostenintensive Veranstaltung ihre Teilnehmerliste für die Highlights vom 6. bis 12. November 2014 bekannt. Entsprechend weltweiten Markttendenzen hat das Kuratorium, zu dem unter anderem Konrad O. Bernheimer, Georg Laue und Raimund Thomas gehören, die Messe stärker auf Kunst des 20. Jahrhunderts ausgerichtet. Etwa ein Drittel der 48 Aussteller bieten Werke der Klassischen Moderne oder wie beispielsweise Beck & Eggeling mit Werken von Heinz Mack Zeitgenössisches an. Mit der Galerie Johannes Faber aus Wien sowie mit den Münchner Galerien f 5.6 und Stephen Hoffmann- Fine Art Photography, die zum ersten Mal teilnimmt, erhält die Fotografie starke Präsenz. Der im letzten Jahr nicht sehr geglückte Exkurs ins klassische Design der Vor- und Nachkriegszeit wird diesmal durch Madero Collectorsroom aus Salzburg bestritten, der bislang auf der Art & Antique Salzburg Messeerfahrung sammelte.

Wechsel von der Art Classix

Tragende Säule der Highlights aber bleiben die etwa zwei Dutzend renommierten Tefaf-Händler. Unter ihnen finden sich die beiden Skulpturenhändler Blumka Gallery aus New York und Julius Böhler aus Starnberg, Meissen-Spezialist Röbbig München, Paolo Antonacci aus Rom mit ausgewählten Gemälden und Zeichnungen des 18 und 19. Jahrhunderts und Peter Mühlbauer aus Pocking mit Möbeln und Einrichtungen von der Renaissance bis zum Klassizismus. Nicht mehr vertreten sind die Galerie Arnoldi-Livie, Heinz-Josef Esch aus Düsseldorf sowie der Antikenspezialist Jean David Cahn.

François (Franz) Keisermans (1765-1833) Aquarell "Ansicht der Nera in der Nähe der Stadt Papigno". (Ausschnitt) Paolo Antonacci, Rom

François (Franz) Keisermans (1765-1833) Aquarell "Ansicht der Nera in der Nähe der Stadt Papigno". (Ausschnitt)

Die Lücke wird unter anderem ausgefüllt durch durch Alexis Renard aus Paris, dessen Focus auf islamischer Kunst liegt, und der Galerie Schwarzer aus Düsseldorf. Schwarzer stellte ebenso wie der Münchner Kunsthändler Alexander Kunkel noch im letzten Jahr auf der inzwischen abgesagten Art Art Classix aus. Kunkels Interesse gilt den Künstlern im Italien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie der Kunst zwischen Salon und Sezession. Im Gespräch mit dem Handelsblatt zeigte sich der 35-Jährige, der 2013 parallel auch an der "Kunst-Messe München" im Postpalast teilnahm, optimistisch: „In Zeiten, in denen Sammler ausschließlich in Spitzenware investieren, ist die Messe Highlights der Platz, wo man eine interessierte Klientel treffen kann, die museale Objekte auch honoriert.“

"Highlights – Internationale Kunstmesse München", 6. bis 12. November 2014, München Residenz

"Kunst-Messe München", 31. Oktober bis 9. November 2014 im Postpalast München

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