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17.11.2016

14:06 Uhr

Hitlers Kampfschrift eingeordnet

Wissenschaftspreis für „Mein Kampf“-Aufbereitung

Ausgezeichnet: Adolf Hitlers „Mein Kampf“ wurde von dem Historiker Christian Hartmann und seinem Team neu aufbereitet und kommentiert. Für ihr Werk haben sie nun einen hoch dotierten Wissenschaftspreis erhalten.

Die kritische Version des Buches eroberte rasend schnell die Bestsellerlisten. Marc Müdpa

Christian Hartmann mit "Mein Kampf"-Edition

Die kritische Version des Buches eroberte rasend schnell die Bestsellerlisten.

MünchenDie „Mein Kampf“-Edition des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) in München wird mit einem hoch dotierten Wissenschaftspreis ausgezeichnet. „Der Historiker Christian Hartmann und sein Team schließen mit der historisch-kritischen Edition von „Mein Kampf“ eine große Lücke in der Forschung über den Nationalsozialismus in Deutschland“, teilte die Leibniz-Gemeinschaft am Donnerstag mit. „Die Publikation zeigt Hitlers Falschaussagen und Verdrehungen auf, korrigiert sachliche Fehler und erläutert den zeitgenössischen Kontext.“

Die kritische Ausgabe von Adolf Hitlers Hetzschrift, die Anfang 2016 auf den Markt kam, wurde bislang mehr als 80.000 Mal verkauft und schaffte es auf Platz eins der Bestsellerliste.

Der mit 50.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis des Stifterverbandes „Gesellschaft braucht Wissenschaft“, der der Leibniz-Gemeinschaft gewidmet ist, wird für hervorragende Leistungen von Forschern vergeben, die sich durch besondere gesellschaftliche Relevanz auszeichnen. Zusammen mit der kritischen „Mein Kampf“-Ausgabe wird auch die Ebola-Forschung des Immunologen Cesar Muñoz-Fontela mit dem Preis ausgezeichnet. Der Preis wird am 23. November im Rahmen der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin verliehen.

Von

dpa

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