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26.02.2012

16:36 Uhr

Hollywood

Duell zwischen „Hugo Cabret“ und „The Artist“

Am späten Sonntagabend ist es soweit: In Los Angeles werden zum 84. Mal die Academy Awards vergeben - die Oscars. Besonders zwei Top-Favoriten kämpfen um die goldenen Statuen, aber auch Deutsche haben gute Chancen.

Los AngelesDas große Duell bei der 84. Verleihung der Oscars am Sonntag in Los Angeles lautet „Hugo Cabret“ gegen „The Artist“: Der aufwändige 3-D-Streifen von Regisseur Martin Scorsese wurde in elf Kategorien für einen der begehrten Filmpreise nominiert, die Stummfilm-Hommage des französischen Filmemachers Michel Hazanavicius erhielt zehn Nennungen. Mit Wim Wenders' Dokumentarfilm „Pina“ kann auch Deutschland auf Oscar-Ruhm hoffen.
„The Artist“, der die Geschichte eines mit der Einführung des Tonfilms in Vergessenheit geratenen Stummfilmstars erzählt, überzeugte bereits im Vorfeld der Oscars die Filmpreis-Jurys: Zuletzt gewann Hazanavicius' Werk sieben Auszeichnungen bei den britischen BAFTA Awards. Zuvor hatte der Streifen drei Trophäen bei den Golden Globes abgeräumt, darunter den Preis für die beste Filmkomödie.
Scorsese hatte mit seiner Kinderbuch-Verfilmung „Hugo Cabret“, die sich um die Abenteuer eines Waisenjungen im Paris der 1930er Jahre dreht, dagegen den Golden Globe für die beste Regie erhalten. Nun konkurrieren beide Streifen bei den Oscars unter anderem in der Königsklasse des besten Films des Jahres.

Zahlen und Fakten zum Oscar

Seit wann gibt es den Oscar?

Der Preis wurde erstmals 1929 vergeben, zehn Jahre später ließ die Akademie den Spitznamen Oscar zu.

Seit wann wird die Verleihung im Fernsehen übertragen?

1953 wurde die Zeremonie erstmals im Fernsehen gezeigt. Seit 1969 wird sie international ausgestrahlt.

Wer entscheidet über die Gewinner?

Wer einen Oscar bekommt, entscheiden die rund 6000 AMPAS-Mitglieder in einer Abstimmung.

Wie sieht der Oscar aus?

Die Oscar-Figur ist ein Ritter, der auf einer Filmspule steht und sich auf ein Schwert stützt. Die Statuette ist rund 35 Zentimeter hoch, etwa vier Kilogramm schwer und mit Gold überzogen.

Wo wird der Oscar hergestellt?

Die Figuren werden von einer Firma in Chicago hergestellt - 50 Stück in drei bis vier Wochen.

Warum heißt der Oscar Oscar?

Seinen Namen erhielt der Preis angeblich von der Bibliothekarin und späteren Akademie-Direktorin Margaret Herrick (1902-1976). Sie meinte, die Statue sehe ihrem Onkel Oscar ähnlich.

Ebenfalls als bester Film nominiert sind der Sportfilm „Moneyball“ mit Brad Pitt und das Pferde-Epos „Gefährten“ („War Horse“) von Steven Spielberg, die beide insgesamt je sechs Nominierungen einheimsten. Hoffnungen machen dürfen sich in dieser Kategorie auch „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“ mit George Clooney, die Südstaaten-Geschichte „The Help“, der Woody-Allen-Film „Midnight in Paris“, das Drama „The Tree of Life“ sowie „Extrem laut und unglaublich nah“, der die Terroranschläge vom 11. September aus der Perspektive eines kleinen Jungen verarbeitet.
Wenders' „Pina“ war zunächst auch als möglicher Anwärter auf den Oscar als bester fremdsprachiger Film im Gespräch. Dann erhielt der in 3-D gedrehte Film über die verstorbene Choreografin Pina Bausch aber eine Nominierung in der Doku-Sparte. Um den Auslands-Oscar konkurrieren nun Filme aus Belgien („Bullhead“), Israel („Footnote“), Polen („In Darkness“), Kanada („Monsieur Lazhar“) und Iran („A Separation“). Auch bei „In Darkness“ gibt es hierzulande Grund zum Mitfiebern, denn die deutschen Schauspieler Benno Fürmann, Maria Schrader und Herbert Knaup spielen wichtige Rollen in dem Drama.

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