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29.02.2016

07:05 Uhr

Hollywood

Oscars für DiCaprio und „Spotlight“

VonAxel Postinett

Die im Vorfeld harsch kritisierte Preisverleihung endet mit einem Überraschungssieger und einem, den jeder erwartet hatte. Ihre besten Zeiten scheint die Hollywood-Gala jedoch hinter sich zu haben.

Bester Nebendarsteller: Mark Rylance; Beste Schauspielerin: Brie Larson; Bester Schauspieler: Leonardo DiCaprio; Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander (von links nach rechts). Reuters

Oscar-Gewinner

Bester Nebendarsteller: Mark Rylance; Beste Schauspielerin: Brie Larson; Bester Schauspieler: Leonardo DiCaprio; Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander (von links nach rechts).

San FranciscoEr hat lange gewartet, seit er 1998 mit der Titanic in den eisigen Fluten des Atlantiks versunken ist. Leonardo DiCaprio bekam am Sonntag seinen ersten Oscar überreicht für seine Rolle in „The Revenant“. Sein Überlebenskampf als schwer verwundeter und allein in der Wildnis zurückgelassener Jäger überzeugte die Juroren diesmal mehr als der irische Auswanderer auf dem doch nicht so unsinkbaren Schiff.

Alejandro González Iñárritu sicherte sich die Auszeichnung als bester Regisseur ebenfalls für „The Revenant“. Doch ansonsten konnten weder die favorisierten „The Martian“, „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ oder „The Revenant“ die hochgesteckten Erwartungen erfüllen. Zum besten Film wurde das Journalistendrama „Spotlight“ gewählt. Gewinner des Abends war jedoch „Mad Max: Fury Road“. Das Endzeit-Action-Epos gewann insgesamt sechs Trophäen.

Als beste Schauspielerin konnte sich bei den Juroren Brie Larson für ihre Rolle als starke Mutter in „Room“ durchsetzen, die für sich und ihr Kind die Freiheit aus langer Gefangenschaft wiedergewinnt.

Feindselige Stimmung

Chris Rock, der farbige Moderator der Show in West Hollywoods Dolby Theatre, hatte an diesem Abend keine leichte Aufgabe. Denn es war im wahrsten Sinne des Wortes ein „weißer“ Elefant, der unsichtbar und doch unübersehbar die Partystimmung belastete.

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Zum zweiten Mal in Folge war kein schwarzer Schauspieler für den begehrten Filmpreis nominiert. Was vielleicht noch vor ein paar Jahren als Nabelschau einer notorischen Selbstbeweihräucherungsindustrie abgetan worden wäre, hat in 2016 eine besondere Brisanz. Fälle von Polizeigewalt wie in Ferguson, eine jahrelange Trinkwasserverschmutzung in Flint, Missouri, die in einer weißen Vorstadt nicht eine Woche lang geduldet worden wäre: Die Stimmung ist gereizt.

Will Smith („Concussion“), einer der profiliertesten farbigen Schauspieler derzeit, hatte deshalb schon frühzeitig seine Teilnahme komplett abgesagt. Dustin Hoffmann nannte die Entwicklung typisch für einen „unterschwelligen Rassismus“.

Die „Washington Post“ hat einmal nachgerechnet und kommt zu dem Ergebnis, dass farbige Schauspieler den Oscar selten bekommen, aber ihn oft an ihre (weißen) Kollegen überreichen und Lieder auf dem Event singen dürfen. Obwohl 2016 kein einziger nominiert ist, waren 25 Prozent der Präsentatoren schwarz.

Kommentare (4)

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Herr wulff baer

29.02.2016, 09:07 Uhr

Wenn ich DiCaprio wäre, hätte ich den Oskar abgelehnt,
nachdem die Jury-Idioten 22 Jahe lang seine tollen Filme nicht zur Kenntnis genommen haben.
Immerhin ist das einer der Besten überhaupt und seine Filme sensationell.
Der Mann ist auch ohne die blöde Figur ein Hollywood-Titan.

Herr Helmut Weinberg

29.02.2016, 12:43 Uhr

+++

Preise bekommen alle "weichen" "beknackte" oder schwule Männer.

Holywood als "Weichei-Verblödungmaschine".

+++

Herr Helmut Weinberg

29.02.2016, 12:44 Uhr

*Hollywood

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