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27.04.2013

04:05 Uhr

In eigener Sache

Handelsblatt bei Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet

Bestleistungen im Qualitätsjournalismus - dafür steht der Henri-Nannen-Preis. Bei der Verleihung in Hamburg wurde neben zwei Redakteuren des Handelsblatts auch die bereits eingestellte FTD prämiert.

Die Handelsblatt-Redakteure Fabian Gartmann (l) und Sönke Iwersen wurden in der Kategorie Dokumentation mit dem Henri-Nannen-Preis in Hamburg ausgezeichnet. dpa

Die Handelsblatt-Redakteure Fabian Gartmann (l) und Sönke Iwersen wurden in der Kategorie Dokumentation mit dem Henri-Nannen-Preis in Hamburg ausgezeichnet.

HamburgEiner der begehrten Henri-Nannen-Preise für Qualitätsjournalismus geht dieses Jahr an die schon vor Monaten eingestellte „Financial Times Deutschland“. Die Jury verlieh der „FTD“ einen Sonderpreis für deren letzte Ausgabe.

Die Anfang Dezember erschienene „FTD“-Nummer sei „ein Meisterstück des gedruckten Journalismus“. Die Redaktion hatte eine schwarze Titelseite mit dem abgewandelten Titel „Final Times“ drucken lassen, die Seiten rückwärts gezählt und ihre besten Geschichten aus fast 13 Jahren resümiert. Der Henri-Nannen-Preis wird vom Magazin „Stern“ und dem Verlag Gruner + Jahr vergeben, der die chronisch defizitäre „FTD“ eingestellt hatte.

Die Auszeichnung wurde am Freitag in Hamburg in mehreren Kategorien verliehen. Sie erinnert an „Stern“-Gründer Henri Nannen, der dieses Jahr 100. Geburtstag hätte. Der Nannen-Preis wurde zum neunten Mal vergeben.

Unter den 1200 Anwesenden waren viele Prominente wie Moderator Thomas Gottschalk, Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn, „Focus“-Mitherausgeber Helmut Markwort und Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers.

Als Investigativ-Journalist wurde Wolfgang Kaes vom Bonner „General-Anzeiger“ geehrt. Er stolperte über eine Anzeige, mit der eine Frau 16 Jahre nach ihrem Verschwinden für tot erklärt werden sollte, und ging der Sache im Alleingang nach. Am Ende klärte Kaes den Tod der Frau auf, ihr Ex-Mann wurde wegen Totschlags verurteilt. Für die beste Reportage wurde Heike Faller geehrt, die einen Patienten eines Präventionsprojektes für Pädophile begleitet hatte.

In der Sparte „Dokumentation“ wurden Fabian Gartmann und Sönke Iwersen für einen „Handelsblatt“-Artikel über den Unternehmer Anton Schlecker ausgezeichnet. Den Preis in der Kategorie „Essay“ bekam der Politikchef der „Zeit“, Bernd Ulrich, für einen Reisebericht über deutsche Vergangenheitsbewältigung. Im Bereich „Foto-Reportage“ gewann Sandra Hoyn von emerge-mag.com mit einem Beitrag über kleine Kinder in Thailand, die für einen Hungerlohn brutal boxen müssen.

Versteigerung: Schleckers letzte Schnäppchen

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Die Reste von Anton Schleckers Drogeriereich landeten am Mittwoch unter dem Hammer.

Der Preis für Verdienste um die Pressefreiheit ging an René Wappler von der „Lausitzer Rundschau“ für die Berichterstattung über Rechtsextreme. Die Ehrung für das publizistische Lebenswerk erhielt die Herausgeberin der „Münchner Abendzeitung“, Anneliese Friedmann.

Von

dpa

Kommentare (2)

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pro-D

27.04.2013, 10:26 Uhr

Hallo Handelsbaltt,

Herzlichen Glückwunsch

Und danke, dass Sie hier so wenig zensieren.Ihre (oft vorgegebenen - )Artikel + die z.T sehr bizarre Leseransichten geben zusammen ein sehr objektivesa Bild.

Dank

UND WEITER SO

Supporter

28.04.2013, 14:29 Uhr

Herzlichen Glückwunsch Handelsblatt.
Nach Gabor Steingart (Medienmann des Jahres)
wurden nun Fabian Gartmann und SÖNKE IWERSEN ausgezeichnet.

Qualität setzt sich nun mal durch. Qualität kommt von Quälen, heißt es.

Die Qualen,
die insbesondere die Ergo Versicherungsgruppe AG und die Münchner Rück
durch Sönke Iwersen und das Handelsblatt erlitten haben, führten seit 2011
zu Änderungen im Versicherungsaufsichtsgesetz, im Geldwäschegesetz und
zu Schadenersatzzahlungen an geprellte Ergo Kunden.

Das die Ergo mehr von Betrug als von Versichern versteht,
konnte der Handelsblattleser schnell nachvollziehen.

Angesichts der Korruption bei der Vermittlung von betrieblichen Altersvorsorgeverträgen, angesichts des von Ergo-VertriebsVORSTAND Kai Lange arrangierten Sex-Spektakels 2007 auf Kundenkosten, Riester-Betrugs,
Anstiftung zum gewerbsmäßigen Betrugs durch die VORSTANDSETAGE (Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt noch) etc. wurde dieser einmalige Sumpf
in der deutschen Versicherungsbranche in manchen Teilen durch das Handelsblatt und deren Quellen trocken gelegt.

Vielen Dank im Namen aller Geschädigten hierfür, liebes Handelsblatt.

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