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22.11.2016

13:01 Uhr

International Emmys

Deutsche Produktionen räumen fünfmal ab

In New York sind am Montag die internationalen Emmys vergeben worden. Der Ableger des wichtigsten Fernsehpreises der Welt kürt die besten Nicht-US-Produktionen – und fünf Trophäen gingen diesmal nach Deutschland.

Emmy Award

Deutsche Produktionen räumen gleich dreimal bei den Emmys ab

Emmy Award: Deutsche Produktionen räumen gleich dreimal bei den Emmys ab

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New YorkAm Ende kann Christiane Paul sich die Glückstränen einfach nicht mehr verkneifen. Die große Bühne im Ballsaal des New Yorker Hilton Hotel hat die 42-Jährige verlassen, jetzt posiert sie für die Fotografen. Dann hält sie die goldene Trophäe in die Höhe, die vielleicht begehrteste der gesamten TV-Branche – den Emmy. Die passenden Worte muss sie erst suchen. „Es ist der Hammer“, sagt Paul. „Das ist das Größte, was mir bis jetzt in meinem Leben passiert ist.“

Die gebürtige Berlinerin hat den Preis für den WDR-Film „Unterm Radar“ bekommen. Der Thriller erzählt die Geschichte einer Mutter (Christiane Paul), von Beruf Richterin, die nicht glauben kann, dass ihre Tochter in einen terroristischen Anschlag verwickelt ist.

Dass Paul und zwei deutsche Produktionen – die RTL-Serie „Deutschland 83“ und der Dokumentarfilm „Krieg der Lügen“ – den International Emmy mit nach Hause nehmen, gibt an diesem Abend nicht nur den Gewinnern Rückenwind. „Ich glaube, dass sich das Deutschlandbild komplett verändert hat, sich komplett gedreht hat“, sagt Jörg Winger, der „Deutschland 83“ um einen zum Stasi-Spion gewordenen ostdeutschen Soldaten (gespielt von Jonas Nay) in der DDR produziert hat.

Denn auch wenn sich die Branche wandelt: Viele deutsche TV-Macher blicken bis heute jenseits des Atlantiks, um sich die einen oder anderen Tricks und Kniffe abzugucken. Man habe versucht, „von den besten Fernsehnationen zu lernen“, sagt Winger und erzählt vom Überschwang, der heute an der Ost- und Westküste bei Gesprächen über Deutschland herrsche.

Auch Maria Schrader, die in der Dramaserie mitspielt, spricht von der „wahrscheinlich höchsten Auszeichnung, die man in Amerika bekommen kann“. Die Reise in die Weltstadt mit einem Dutzend Beteiligter bezeichnet Winger als „ein bisschen Klassenfahrt-Gefühl“.

Nur 30 Sekunden haben die Gewinner, um auf der Bühne ein paar schnelle Dankeswort zu sprechen. „Krieg der Lügen“-Regisseur Matthias Bittner ruft im Siegestaumel nur noch ein langes „Aaawesooome!“ ins Mikrofon – „Spiiitzeee!“

Als er und sein Team die Arbeit am Dokumentarfilm um die Vorgeschichte zum Irakkrieg 2003 vor mehr als fünf Jahren begannen, hätten sie sich diese Krönung sicher nicht erträumt. Der auf Festivals gefeierte Film war als Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entstanden.

Kommentare (4)

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22.11.2016, 15:27 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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22.11.2016, 17:20 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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22.11.2016, 17:35 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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