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13.01.2010

11:48 Uhr

Italien

Moderne rettet die flauen Bilanzen

VonEva Clausen

Sotheby?s bleibt Marktführer, gefolgt von Finarte, Christie?s und Farsettiarte. Die Alte Kunst büßt Stellung als Umsatzstütze ein. Um Käufer anzulocken, hat Sotheby?s die Alte Kunst mit neueren Meistern, Einrichtungsgegenständen und Keramik im sogenannten "Connaisseur Cabinet" zusammengelegt.

Das Bild Costruttori di trofei von Giorgio de Chirico erzielte einen Preis von fast einer Millioen Euro. Farsettiarte

Das Bild Costruttori di trofei von Giorgio de Chirico erzielte einen Preis von fast einer Millioen Euro.

ROM. Die Talfahrt der in- und ausländischen Auktionsbilanzen in Italien, die im Krisenjahr 2008 die Umsatzzahlen halbierte, ist aufgefangen. Die Versteigerer haben 2009 keinen drastischen Rückgang zu verzeichnen, aber sie segeln weiter in die Tiefe - wenn auch sanfter. Von Aufwind keine Spur.

Als Fallschirm fungieren die moderne und zeitgenössische Kunst, den Alten Meistern ist der Wind aus den Segeln genommen. Marktfrische Spitzenkunst ist Mangelware geworden. Um Käufer anzulocken, hat Sotheby?s die Alte Kunst mit neueren Meistern, Einrichtungsgegenständen und Keramik im sogenannten "Connaisseur Cabinet" zusammengelegt. Hatte das im ersten Halbjahr noch den Reiz der Neuheit ( 3,7 Mio. Euro Umsatz am 9./10.6., Mailand), spielte das Kennerkabinett im Herbst (15.12., Mailand ) nur knapp über 2 Mio. Euro ein.

Auch Blue Chips bleiben unter der Schwelle von 1 Mio. Euro

Doch immerhin gab es da einen Weltrekord: Fünf Bieter erwärmten sich für das klassizistische Gemälde "Odysseus entdeckt Achilles" von Louis Gauffier und hoben es auf 504 750 Euro brutto. Ein Zuschlag, den nicht einmal Guercino erreichte, für seine "Diana" fiel der Hammer auf der Altmeisterauktion von Christie?s (26.11., Mailand, Umsatz 2,4 Mio. Euro) bei 479 600 Euro.

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