Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.09.2016

08:15 Uhr

Jolie und Pitt

Es geht um 400 Millionen Dollar und sechs Kinder

VonAxel Postinett

Die Schauspieler Angelina Jolie und Brad Pitt lassen sich scheiden. Die Traumehe Hollywoods ist gescheitert. Nun geht es um viel Geld und das Sorgerecht für die Kinder. Die Fans sind schockiert – und das Feilschen beginnt.

Brangelina vor dem Aus

Ende eines Hollywood-Traumpaares: Jolie reicht Scheidung ein

Brangelina vor dem Aus: Ende eines Hollywood-Traumpaares: Jolie reicht Scheidung ein

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

San FranciscoNäher kamen sie sich 2004 bei den Dreharbeiten zu „Mr. & Mrs. Smith“, einem skurrilen Scheidungskrieg, ausgetragen mit Maschinengewehren und Granaten. Geheiratet haben sie völlig überraschend und im kleinen Kreis 2014 und danach drehten sie noch einmal einen Film zusammen: „By the sea“, ein gefühlvolles, dunkles Drama um ein Paar, das verzweifelt mit den Schatten der Vergangenheit um seine Ehe kämpft.

Dieser Film kam im Dezember 2015 in die Kinos, und kein Jahr später ist alles vorbei. Am Montag reichte Angelina Jolie bei einem Gericht in Los Angeles die Scheidung ein – wegen „unüberbrückbarer Differenzen“, wie es heißt. Entsprechende Berichte des Klatsch-Portals TMZ.com wurden von beiden Seiten mittlerweile bestätigt. „Ich bin sehr traurig darüber, aber was am meisten zählt, ist das Wohlbefinden unserer Kinder“, zitierte das „People“-Magazin Pitt am Dienstag. Jolie habe die Scheidung „zum Wohl der Familie“ eingereicht, sagte ihr Anwalt dem Blatt.

Das Hollywood-Traumpaar „Brangelina“

2004

Pitt und Jolie lernen sich bei Dreharbeiten zur Actionkomödie „Mr. & Mrs. Smith“ kennen. Jolie hat damals bereits zwei Ehen hinter sich.

2005

Pitt trennt sich von seiner damaligen Frau Jennifer Aniston, die Ehe wird geschieden.

2006

Die erste gemeinsame Tochter von Jolie und Pitt – Shiloh – wird geboren. 2002 hatte Jolie bereits den kambodschanischen Jungen Maddox angenommen, 2005 adoptierte sie das äthiopische Mädchen Zahara. Pitt und Jolie, die seit 2001 UN-Botschafterin für Flüchtlinge ist, gründen eine Stiftung, die Hilfsorganisationen unterstützt.

2007

Das Paar adoptiert den vietnamesischen Jungen Pax Thien. Beide setzen ihre Filmkarrieren fort, Pitt arbeitet auch als Produzent.

2008

Im französischen Nizza kommen weitere gemeinsame Kinder zur Welt: die Zwillinge Vivienne Marcheline und Knox Léon.

2012

Pitt und Jolie geben ihre Verlobung bekannt.

2013

Jolie erregt Aufsehen, als sie sich wegen Brustkrebs-Fällen in ihrer Familie vorsorglich beide Brüste amputieren lässt. Ihre Mutter war 2007 an Krebs gestorben, 2013 auch ihre Tante.

2014

Das Hollywood-Traumpaar heiratet in Südfrankreich.

2016

Angelina Jolie reicht die Scheidung ein.

Weitere Kommentare gibt es von keiner der betroffenen Seiten. Jetzt arbeiten die Anwälte im Geheimen an einer einvernehmlichen Lösung. Die Juristen wollen einen schmutzigen und medienwirksamen Scheidungskrieg im Gerichtssaal verhindern. Es geht wie bei vielen anderen Scheidungen um zwei Dinge: Die Kinder und das Geld. Nur ist in Hollywood alles eine Nummer größer.

Nach bisherigen Berichten fordert Angelina Jolie Pitt keinen Ehegatten- oder Kinderunterhalt. Das ist vielleicht ein Signal, um Brad eine Entscheidung im Sorgerechtsstreit leichter zu machen. Sie fordert das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für alle sechs Kinder.

Dem baldigen Ex-Gatten will sie jedoch gemeinsames juristisches Sorgerecht und ein ausgedehntes Besuchsrecht gewähren. Ihr Hauptanliegen wäre demnach, die Kinder physisch aus dem täglichen Einflussbereich des Vaters, beziehungsweise Adoptivvaters zu bekommen. Laut TMZ.com, dem einflussreichen Online- und TV-Klatschmagazin aus Los Angeles, könnten Vorfälle in der vergangenen Woche die Scheidung ausgelöst haben.

In Kopien der Gerichtsunterlagen wird der 15. September als Trennungszeitpunkt beschrieben. Es dürfte dabei, wird in Online-Medien spekuliert, um Probleme mit der Erziehung der Kinder oder Drogenkonsum gegangen sein. Brad Pitt selber hatte in Interviews eingeräumt, vor allem mit den Jungen auch mal sehr streng zu sein. In den 1990er-Jahren habe es auch mal eine Zeit gegeben, in der er viel Zeit damit verbracht habe, „Sachen zu rauchen, die ich besser nicht geraucht hätte.“

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

21.09.2016, 09:24 Uhr

Poor Childrens!

Anno Nymicus

21.09.2016, 09:36 Uhr

"Poor Childrens!"

poor English ...
:-]

Account gelöscht!

21.09.2016, 10:09 Uhr

Pardon,

habe noch nicht meine Tabletten genommen, Herr Oberlehrer!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×