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02.06.2013

09:26 Uhr

Kai Diekmann

Die Rückkehr des Kaliforniers

Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hat ein Dreivierteljahr in den USA verbracht, um sich über die Zukunft der Medienlandschaft zu informieren. Mitbringen wird er Freude am Experiment – nicht nur beim Äußerlichen.

Kai Diekmann: In Kalifornien hat er das entspannte Auftreten entdeckt. dpa

Kai Diekmann: In Kalifornien hat er das entspannte Auftreten entdeckt.

Palo AltoEin Chefredakteur, der seinen Schreibtisch für ein Dreivierteljahr räumt und ins Ausland geht, ist ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist das Aufsehen, das die US-Zeit von „Bild“-Chef Kai Diekmann erzeugte. Seit September 2012 hat Diekmann in Kalifornien die neusten Medien-Trends ausgelotet. Wie lange wird es noch gedruckte Zeitungen geben? Oder lesen wir bald allesamt digital? Jetzt kehrt Diekmann zurück, am Montag sitzt er der Planung nach wieder an seinem Schreibtisch in Berlin.

Kurz vorher hatte der Medienkonzern Axel Springer die Einführung eines neuen Bezahlmodells für die digitalen Angebote der „Bild“-Zeitung angekündigt. Steht in Deutschlands größtem Zeitungsverlag eine Revolution bevor?

Kai Diekmann sitzt entspannt am Restauranttisch in Palo Alto, mitten in Silicon Valley, bekannt als Technologie-Hochburg. Während seiner US-Zeit bekamen er und andere Springer-Manager, die ihn begleitet hatten, oft Besuch aus Deutschland. Diesmal empfängt Diekmann Hannelore Kraft, die SPD-Ministerpräsidentin aus Nordrhein-Westfalen. Zwar fliegt er in ein paar Stunden zurück nach Hause, doch für ein gemeinsames Mittagessen hat er sich Zeit genommen.

Diekmann, braun gebrannt und mit leicht offenem Hemd, ist ein gefragter Mann in diesen Tagen. Erst kürzlich besuchte ihn Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Was er in Silicon Valley gelernt habe? „Mit Umarmungen vorsichtiger zu sein“, schmunzelt der „Bild“-Mann. Gemeint ist seine recht stürmische Begrüßung mit Vizekanzler Rösler, die in Deutschland für Aufsehen gesorgt hatte. Kraft bleibt da eher cool. „Und Diekmann hat keine Anstalten gemacht“, heißt es in ihrem Tross.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

02.06.2013, 09:52 Uhr

Eine Sache verstehe ich nicht: Wozu machen die Politiker eine lange Reise auf Kosten der Steuerzahler nach Kalifornien, um Dieckmann zu sehen, der in ein Paar Tagen sowieso in Deutschland sein wird.

NIETENinXberg

02.06.2013, 10:49 Uhr

keine unsrer spitzen medienkräfte hat bis jetzt den eigenen burn out und den auflagen burn up der einzigen ehemaligen geldkuh im verlag derart verlogen zelebriert,wie unser kai in der ritze surfend

da rappelt nix mehr ,der sabbelts nur noch ewiggestrig zukünftiges und wulft vergangenheit und der werte HB redakteur hat nicht mal die traute nachzufragen,warum der suppenkai die pay wall bei der BILD nicht vorstellen und verantworten will und der schärfste mittelscheitel im verlag doktor wiele mal wieder ran muß

selten so ein gewurschtel gesehen,das zu wenig hoffnung anlaß gibt,zumal das experiment paywall bei der WELT ratlosigkeit erzeugt.

die BILD gruppe hat die jahre allein die try,error und horror geschichten des längstren medienmanagers potdams und berlins finanziert ,was nu nicht mehr möglich ist.

die letzten 10 jahre wurden mit PIN und überzogenen gehältern eine milliarde liquidität vergeigt,so daß zur finanzierung der dividende darlehen aufgenommen werden.

die SPRINGER AG mit täglich geringerer fallhöhe auf dem weg zum NEUEN MARKT geschmiedet mit dampfgeplauder und eventlyrik



Account gelöscht!

02.06.2013, 11:32 Uhr

Als Politiker muss man immer dafür sorgen, dass irgendetwas Positives über einem in der Zeitung steht. Als Politikersprachrohr eignet sich der Springer-Verlag am besten. Dieckmann und Rösler passen da gut zusammen - große Klappe und nichts dahinter.

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