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14.11.2013

17:49 Uhr

Ketterer

Ein Rennpferd namens Egrimont

VonSabine Spindler

Die Altmeisterofferte von Ketterer krönt Francisco de Goyas Graphikserie „Los Caprichos“. Unter den stark gewichteten Neuen Meistern findet sich ein meisterhaftes Pferdebild und ein unbekanntes Blatt von Carl Blechen.

Berühmt für seine Pferdebilder war Albrecht Adam. Für Rennpferd Egrimont (1837) werden 9.000 bis 12.000 Euro erwartet. (Ausschnitt) Ketterer Kunst, München

Berühmt für seine Pferdebilder war Albrecht Adam. Für Rennpferd Egrimont (1837) werden 9.000 bis 12.000 Euro erwartet. (Ausschnitt)

MünchenWie groß der kleine Unterschied zwischen Erstedition und spätere Ausgaben sein kann, zeigen die Schätzungen für zwei Ausgaben von Francisco de Goyas Graphikfolge „Los Caprichos“. Das Münchner Auktionshaus Ketterer setzt für den 1799 gedruckten Satz mindestens 120.000 Euro an. Die erst 1895 herausgegebenen 80 Blätter starten hingegen schon bei 12.000 Euro. Kenner jedoch wissen, dass die Ausgabe mit der kaffeebraunen Tönung, die noch zu Lebzeiten Goyas erschien, die beste ist. 2005 zahlte deutscher Handel bei Kornfeld in Bern 172.000 Schweizer Franken dafür. Christie´s versteigerte 2010 das Schlüsselwerk des Spaniers, das als einzige Graphikfolge Goyas nicht erst posthum erschien, für 145.000 Euro inkl. Aufgeld.

Die Erstausgabe von Goyas "Los Caprichos" soll mindestens 120.000 Euro einspielen. (Ausschnitt) Ketterer Kunst, München

Die Erstausgabe von Goyas "Los Caprichos" soll mindestens 120.000 Euro einspielen. (Ausschnitt)

Insgesamt kommen am 22. November 226 Lose zum Aufruf. Sechsstellige Resultate erwartet Ketterer nicht nur für Goya. Auf 90.000 bis 120.000 Euro ist die große Leinwand „Triumph der Wahrheit über die Sünde“ des Renaissance-Malers Gillis Coignet geschätzt. Das 1596 datierte Gemälde mit ausgesprochenem Sinn fürs Fleischliche entstand, als sich der italienisch beeinflusste Flame auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft befand. Für Adriaen van Ostades Gemälde „Ein Geiger unter Bauern“ (1644) im typischen Ostade-Stil muss man mindestens 60.000 Euro investieren.

Breit aufgestellt ist das 19. Jahrhundert. Für eine klösterliche Ruinenszene von Carl Georg Hasenpflug werden 10.000 bis 15.000 Euro erwartet. Mehrere Werke werden von Carl Spitzweg angeboten zu Schätzpreisen zwischen 12.000 und 24.000 Euro. Außerdem gibt es die einem überhöhten Realismus verpflichtete „Bergstadt in der Campagne“ von Oswald Achenbach für geschätzte 40.000 bis 50.000 Euro.

Kommentare (1)

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Eva1811

14.11.2013, 18:48 Uhr

Tiermalerei ist eines der schwierigsten in der Kunstgeschichte und es gab und gibt wenige die es verstehen, egal welches Tier detailgetreut auf die Leinwand zu bringen.

Turner der große Meister der Pferdemalkuns z.B. er hat ganze Legenden der Rennpferde-Geschichte verewigt.
Auch solche Gemälde sind Mio wert und werden meist nicht so gewürdigt wie die alten gängigen Meister Rembrandt und co, schade eigentlich, warum gibt es keine Ausstellung die so was mal aufasst- die größten Tierkünstler/Maler/Zeichner der Jahrhunderte??).

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