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24.05.2012

09:47 Uhr

Ketterer

Markttest für Neue Leipziger Schule

VonSabine Spindler

Gemälde von Serge Poliakoff und Wladimir von Bechtejeff sind am 9. Juni die Zugpferde der Ketterer-Auktion in München. Die Akzente bei der zeitgenössischen Kunst setzen ostdeutsche Maler. Unter den Top-Losen findet sich auch ein zwei Meter hoher Baselitz.

Christoph Ruckhäberle: "Garten", 2001, Öl auf Leinwand. (Ausschnitt) Ketterer Kunstauktionen, München

Christoph Ruckhäberle: "Garten", 2001, Öl auf Leinwand. (Ausschnitt)

MünchenKometenhaft war vor zehn Jahren der Aufstieg der Maler der Neuen Leipziger Schule. 2005 schossen in London die Erlöse für Gemälde von Tim Eitel etwa von 20.000-Pfund-Taxen in den sechsstelligen Bereich. Wo ihr Marktwert heute liegt, wird eine Folge mit 15 Gemälden zeigen, die am 9. Juni bei Ketterer in München zum Aufruf kommt.

Von David Schnell, bekannt für seine gezirkelten Landschaften, werden drei Gemälde aus den Jahren 2000 bis 2003 zum Schätzpreis von 25.000 bis 35.000 Euro offeriert. Christoph Ruckhäberle mit seinen stilistischen Rückgriffen in das Typenarsenal der klassischen Moderne kommt bei Taxen zu 8.000 bis 12.000 Euro zum Aufruf.

Und an das Londoner Niveau versucht man im Falle von Tim Eitel, dem Maler hyperrealistischer Figuren in inszenierter Leere, anzuknüpfen. Seine „Nacht“ von 2004 ist mit  90.000 bis 120.000 Euro bewertet.

Nicht weniger hoch gesteckt sind die Erwartungen im Spitzensegment der „Kunst nach 1945“. Mit 250.000 bis 350.000 Euro ist Serge Poliakoffs zart schwebende und doch so typisch monolithische „Composition abstraite orange, jaune, vert, lie de vin“ von 1964 bewertet. Ein anderer gefragter Vertreter der sog. Nouvelle École de Paris ist Pierre Soulages. Sein informelles, fast schwarzes Gemälde „Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957“ ist auf 150.000 bis 180.000 Euro geschätzt. 127 Lose enthält der Katalog.

Zwei Meter hoher Baselitz

Im Grafikbereich finden sich Namen wie Cy Twombly und Jean-Michel Basquiat. Von Anish Kapoor steht die komplette Serie der Farbradierungen „Shadows III“ zu Gebote – Kostenpunkt: zwischen 42.000 und 45.000 Euro. Unter den Gemälden deutscher Künstler wie A. R. Penck, Rupprecht Geiger und Emil Schumacher sticht Georg Baselitz’ gestisch expressiver “Kopf (Elke Profil)“ von 1977 heraus. Baselitz sorgte 2011 in London mit einem 3-Millionen-Euro-Erlös für Furore. Seine fast 2 Meter hohe Leinwand ist hier auf 200.000 bis 300.00 Euro dotiert.

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