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09.12.2016

13:55 Uhr

Kirk Douglas

Der „Spartacus“-Held wird 100

Nur drei der 50 größten „Leinwand-Legenden“ des American Film Institutes sind noch am Leben: Sophia Loren (82), Sidney Poitier (89) und Kirk Douglas – der „Spartacus“-Held feiert jetzt seinen 100. Geburtstag.

Kirk Douglas und seine Frau Anne Douglas besuchen 2013 die Vanity Fair Oscar Party in Hollywood. dpa

Kirk Douglas

Kirk Douglas und seine Frau Anne Douglas besuchen 2013 die Vanity Fair Oscar Party in Hollywood.

Los AngelesKurz vor dem 100. Geburtstag von Kirk Douglas stellt Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones ein Familienbild ins Netz. Der „Spartacus“-Held, jetzt mit schlohweißen Haaren, sitzt am gedeckten Tisch, die Enkel Carys und Dylan drücken dem berühmten Opa ein Küsschen auf die Wange. Die Söhne Joel sowie Michael samt Ehefrau Catherine strahlen in die Kamera. „Heute für so vieles dankbar“, schreibt die Schauspielerin Ende November am Thanksgiving-Feiertag auf Instagram zu dem Bild.

Kirk Douglas, der an diesem Freitag 100 Jahre alt wird, hat das Tempo ein bisschen gedrosselt. Vor fünf Jahren half er mit Ehefrau Anne (97) an Thanksgiving noch tatkräftig mit, Truthahn-Essen an Obdachlose in Los Angeles zu verteilen. Nun lässt er sich nur noch selten in der Öffentlichkeit blicken. Als ihn der Jüdische Weltkongress Mitte November in New York mit einem Preis für sein Engagement für die jüdische Kultur ehrte, nahm Oscar-Preisträger Michael Douglas die Auszeichnung im Namen seines Vaters „als verfrühtes Geburtstagsgeschenk“ entgegen.

Kirk Douglas im Kurzporträt

1916

Als Sohn russischer Einwanderer wurde Issur Danielovitch Demsky, alias Kirk Douglas, in Amsterdam (US-Bundesstaat New York) geboren.

1939

Bachelor of Arts an der privaten St. Lawrence University.

1943

Eheschließung mit Diana Dill (bis 1951).

1946

Erste Filmrolle in „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“.

1950 & 1953

Erste und zweite Oscar-Nominierung für „Zwischen Frauen und Seilen“ und „Stadt der Illusionen“.

1954

Eheschließung mit Anne Buydens.

1955

Gründung der Filmgesellschaft „Bryna Productions“.

1957

Dritte Oscar-Nominierung für „Ein Leben in Leidenschaft“.

1973

Erste Regiearbeit mit dem Abenteuerfilm „Scalawag“.

1988

Douglas veröffentlicht seine Memoiren „The Ragman's Son“.

1996 & 2001

Ehren-Oscar sowie Goldener Ehrenbär bei der Berlinale für sein Lebenswerk.

2003 & 2008

Erster Film mit Sohn Michael („Es bleibt in der Familie“) und letzte Rolle in dem Film „Mord im Empire State Building“.

Kurz zuvor hatte der „Wall Street“-Darsteller in der britischen TV-Sendung „The Jonathan Ross Show“ versichert, dass es seinem Vater „absolut großartig“ gehe. Mit einem Rollator als Gehhilfe „fliege“ er regelrecht. Er sei „super stolz“ auf seinen Dad, der sich als Sohn jüdisch-russischer Einwanderer aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet habe und nun sein Millionenvermögen für gute Zwecke spende. Mit 100 Jahren arbeite er an einem weiteren Buch, basierend auf Briefen, die er seiner Frau Anne geschrieben habe.

Beim Schreiben nimmt Kirk Douglas kein Blatt vor den Mund. In einem Blog bei der „Huffington Post“ warnte der liberale Star mit dem markanten Grübchen im Kinn Mitte September vor den Folgen eines Wahlsieges von Donald Trump. In seinem Eintrag zitierte er aus einer Wahlkampfrede des Republikaners, die sich gegen Einwanderer richtete.

„Dies sind nicht die amerikanischen Werte, für deren Schutz wir im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben“, wetterte Douglas. So eine Panikmache eines US-Präsidentschaftskandidaten habe er nie zuvor erlebt. Er selbst sei 16 Jahre alt gewesen, als 1933 ein Mann in Deutschland an die Macht kam, den zuerst niemand ernst genommen habe. „Er wurde als Clown angesehen, der unmöglich ein gebildetes, zivilisiertes Volk mit seinen nationalistischen, hasserfüllten Reden täuschen konnte“, führte Douglas weiter aus. Er sei immer sehr stolz darauf gewesen, Amerikaner zu sein. In der Zeit, die ihm noch bleibe, werde er dafür beten, dass sich das nicht ändert.

Seine Karriere musste sich Douglas anfangs hart erkämpfen. Als Issur Danielovitch Demsky geboren, wuchs er mit sechs Schwestern im Armenviertel der Industriestadt Amsterdam im US-Bundesstaat New York auf. Mit Jobs als Hausmeister und Ringer auf Jahrmärkten finanzierte er sein Studium, um möglichst schnell auf die Schauspielschule zu kommen.

Die erfolgreichsten Filme aller Zeiten (1)

Platz 10

Iron Man 3 (2013)
Einspielergebnis: 1,22 Milliarden Dollar

Stand: Dezember 2016

Platz 9

Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren (2013)
Einspielergebnis: 1,26 Milliarden Dollar

Platz 8

Harry Potter – Heiligtümer des Todes (2011)
Einspielergebnis: 1,34 Milliarden Dollar

Platz 7

Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron (2015)

Einspielergebnis: 1,41 Milliarden Dollar

Platz 6

Fast & Furious 7 (2015)

Einspielergebnis: 1,52 Milliarden Dollar

Platz 5

Marvel's The Avengers (2012)
Einspielergebnis: 1,52 Milliarden Dollar

Platz 4

Jurassic World (2015)

Einspielergebnis: 1,67 Milliarden Dollar

Platz 3

Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015)

Einspielergebnis: 2,07 Milliarden Dollar

Platz 2

Titanic (1997)
Einspielergebnis: 2,19 Milliarden Dollar

Platz 1

Avatar (2009)
Einspielergebnis: 2,78 Milliarden Dollar

Stand: 20. November 2016, Quelle: Statista

Kommentare (4)

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09.12.2016, 14:13 Uhr

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09.12.2016, 17:21 Uhr

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