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02.07.2014

16:33 Uhr

Klassische Moderne

Endspurt für Pioniere der Abstraktion

VonChristiane Fricke

Nach nur drei Monaten endet in Düsseldorf die Laufzeit der Ausstellung „Kandinsky, Malewitsch, Mondrian“. Die Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz belohnt ihr Publikum mit Gratis-Eintritt und verlängerten Öffnungszeiten.

Mit der Museums-App von Olafur Eliasson vor Wassily Kandinskys Ölgemälde "Komposition IV". Foto: Jan-Philipp Strobel dpa

Mit der Museums-App von Olafur Eliasson vor Wassily Kandinskys Ölgemälde "Komposition IV". Foto: Jan-Philipp Strobel

DüsseldorfDie Quadriennale-Ausstellung „Kandinsky, Malewitsch, Mondrian – Der weiße Abgrund Unendlichkeit“ in Düsseldorfs Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20) gehört schon jetzt zu den Höhepunkten des Ausstellungsjahres. Am kommenden Sonntag, den 6. Juli 2014 endet ihre Laufzeit jedoch bereits, denn die Werke werden von anderen Museen zurückerwartet. Aus diesem Grund lädt die Kunstsammlung in diesen letzten Tagen zum Gratis-Besuch ihrer Ausstellung ein. Rund 120 Gemälde, Zeichnungen, Künstlerbücher, Zeitschriften und Filme führen die revolutionären Kunstkonzepte vor Augen, mit denen die drei Pioniere der abstrakten Malerei in einer Zeit tief greifender politischer Veränderungen auf einen neuen Gesellschaftsentwurf hin arbeiteten. Ein zentrales Gestaltungselement war für alle drei die Farbe Weiß.

Welt der reinen Form

„Wir müssen tiefer sehen, abstrakt und vor allem universell sehen“, erklärte Piet Mondrian an die Adresse der Betrachter gewandt. Kasimir Malewitsch sah eine neue Kunst für eine neue Epoche. Der Russe glaubte an eine Welt der reinen Form, die mit der greifbaren Wirklichkeit nichts zu tun hat. Und Wassily Kandinsky verknüpfte, ähnlich wie Malewitsch, mit der „Farbe“ Weiß den Vorstoß in die vierte Dimension, einen utopischen Zustand absoluter Freiheit, Gleichheit und Harmonie.

Die Exponate kommen aus bedeutenden Sammlungen in 13 Ländern auf vier Kontinenten, unter anderem aus den USA, aus russischen Museen und sogar aus Australien. Lange Öffnungszeiten bis 22 Uhr gibt es am Donnerstag, Freitag und Samstag. Inzwischen ist auch der Katalog zur Ausstellung greifbar, erschienen bei Snoeck zum Preis von 58 Euro. Die Museumsausgabe kostet 39 Euro. Olafur Eliassons Licht-Raum-Installation für die Re-Sensibilisierung der Menschen, "Dein Ausstellungsguide", bleibt bis zum Ende der Quadriennale am 10. August geöffnet.

Tanz bis in die Nacht

Erstmalig findet im Rahmen der Quadriennale am 19. Juli eine Lange Nacht der Performance statt. Von 19 bis 24 Uhr zeigen die an der Quadriennale teilnehmenden Museen und Kunsthäuser spannende Choreographien, Tanz- und Filmdarbietungen sowie interaktive Projekte, an denen das Publikum beteiligt wird.

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