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01.03.2017

18:14 Uhr

Kunstauktion von Barbara Lambrecht

Was die Krombacher-Mitinhaberin alles verkauft

VonSusanne Schreiber

Barbara Lambrecht, Mitinhaberin der Krombacher-Brauerei, hat bei der Versteigerung eines Teils ihrer Kunstsammlung Millionen eingenommen. Das Geld fließt jedoch nicht in ihre eigene Tasche.

Das Bild von Berthe Morisot verdoppelte bei der Versteigerung durch das Aktionshaus Christie's seinen Wert nahezu. Foto: Christies Images Ltd. 2017/dpa dpa

„Femme en Noir, 1875“

Das Bild von Berthe Morisot verdoppelte bei der Versteigerung durch das Aktionshaus Christie's seinen Wert nahezu. Foto: Christies Images Ltd. 2017/dpa

DüsseldorfDie Rechnung ist aufgegangen. Die Kunstsammlerin und Mäzenin Barbara Lambrecht aus Siegen hat am Dienstagabend 13 Hauptwerke ihrer Privatsammlung bei Christie’s in einem ersten Teil versteigern lassen. Die Einnahmen in London haben bereits jetzt alle Erwartungen übertroffen.

Die Gemälde – unter anderem von den Impressionisten Claude Monet, Berthe Morisot, Auguste Renoir und dem Jahrhundertgenie Picasso – erlösten brutto 15,9 Millionen Pfund (18,7 Millionen Euro). Der Gesamtschätzpreis von 43 Gemälden und Papierarbeiten der Lambrecht-Sammlung hatte zwischen 11 und 15 Millionen Pfund gelegen. Der höchste Zuschlag galt einem Figurenbild Berthe Morisot aus dem Jahr 1872. „Femme et Enfant au balcon“ war stark nachgefragt und konnte seinen Schätzwert auf 3,5 Millionen Pfund (4,1 Millionen Euro) verdoppeln. Weitere 30 Gemälde und Papierarbeiten haben in den Tagesauktionen vom Mittwoch nochmal 4,8 Millionen Euro eingespielt. Der Gesamterlös von 23,5 Millionen Euro verdoppelt den unteren Schätzwert.

Die 81-jährige Barbara Lambrecht stammt aus der Familie Schadeberg, der unter anderem die Brauerei Krombacher gehört. Die rüstige Krombacher-Gesellschafterin fördert Kunst und Kultur systematisch. Eines ihrer Lieblingsprojekte ist das Museum für Gegenwartskunst in Siegen.

Die Geburtsstadt des Barockmalers Peter Paul Rubens ehrt alle fünf Jahre herausragende zeitgenössische Künstler mit dem Rubenspreis für ihr Lebenswerk. Das von Barbara Lambrecht unterstützte Museum kauft charakteristische Werke der Rubenspreisträger an und stellt sie aus.

Das sind die beliebtesten Biere Deutschlands

1. Krombacher

Krombacher übernimmt von Oettinger den Platz an der Sonne – obwohl der Absatz 2015 von 5,49 Millionen Hektolitern nur leicht besser ist als im Vorjahr (5,47 Millionen).

2. Oettinger

Der Absatz sank im Jahr 2015 auf 5,393 Millionen Hektoliter – und bedeutet für Oettinger damit den Verlust der Spitzenposition.

3. Bitburger

Das Bier aus der Eifel verkaufte sich 2015 etwas schlechter als im Vorjahr. Der Absatz sank um gut 2,5 Prozent auf 3,84 Millionen Hektoliter.

4. Veltins

Die Marke verkaufte 2015 2,85 Millionen Hektoliter – ein Plus von knapp drei Prozent.

5. Becks

2015 verzeichnete das Bremer Bier einen Absatz von rund 2,56 Millionen Hektolitern und legte damit um gut ein Prozent zu.

6. Paulaner

Das Bier aus Bayern verkaufte sich 2015 etwas schlechter als noch ein Jahr zuvor. Der Absatz von 2,42 Millionen Hektoliter bedeutete ein Minus von gut einem Prozent.

7. Warsteiner

Bei der Marke aus dem Sauerland ging es 2015 erneut bergab. Der Absatz sank um rund 7,5 Prozent auf 2,34 Millionen Hektoliter.

8. Hasseröder

Die Marke konnte nach dem Einbruch 2014 wieder deutlich zulegen. Ein Absatz von rund 2,25 Millionen Hektolitern bedeutet ein sattes Plus von 17 Prozent.

9. Radeberger

Ungefähr 1,9 Millionen Hektoliter wurden 2015 abgesetzt – das sind knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

10. Erdinger

Vom Bier aus Bayern wurden rund 1,8 Millionen Hektoliter abgesetzt – ein Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zu 2014.

Lambrecht war im Vorfeld der Auktion immer wichtig zu betonen, dass die Versteigerung ihrer Privatsammlung nichts mit Krombacher zu tun habe. Der Erlös der Versteigerung bei Christie’s diene allein dazu, die Sammlung der Rubenspreisträger dauerhaft auszubauen und die Weiterführung des Konzepts zu garantieren.

Die Sammlerin Barbara Lambrecht hatte in den 1970er-Jahren begonnen, lichtdurchflutete und farbglühende Gemälde der Impressionisten und Fauvisten für sich zu erwerben. Als Mäzenin fördert sie jedoch nicht ihren eigenen Geschmack, sondern die bisweilen sperrige zeitgenössische Kunst: selbstlos und nachhaltig.

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