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06.06.2011

15:05 Uhr

Le Salon

Dritter Rückzieher von Perrin

VonOlga Grimm-Weissert

Paris will eine jährliche Antiquitätenmesse im Herbst etablieren. Doch der Antiquitätenhändler und Messeveranstalter Patrick Perrin hat für 2011 nicht genug Aussteller von Gewicht zusammentrommeln können.

Patrick Perrin verschiebt die neue Antiquitätenmesse "Le Salon". Quelle: Céline Nieszawer

Patrick Perrin verschiebt die neue Antiquitätenmesse "Le Salon".

ParisDie vor einem Monat angekündigte Pariser Antiquitätenmesse „Le Salon“ findet 2011 nun doch nicht satt.  Wie das Handelsblatt am 9.5. berichtete, plante der Antiquitätenhändler und Messebetreiber Patrick Perrin (*1960) mit seine Messegesellschaft  SOC (Société d' Organisation Culturelle) eine alljährliche Herbstmesse für Antiquitäten- und Gemäldehändler in einem Zelt. „Le Salon“ sollte auch in den Jahren, in denen die Pariser Antiquitäten-Biennale die internationalen Spitzenhändler im September nach Paris lockt, stattfinden. Perrin wollte den „guten Galeristen“, deren fragile Finanzsituation einen raschen Umsatz voraussetze, die Gelegenheit geben, von den nach Paris anreisenden internationalen Kunden zu profitieren. Um rentabel zu arbeiten, braucht Perrin mindestens siebzig Aussteller. Die kamen nicht zusammen.

Misserfolg mit Schnellschuss

Da er das Konzept des „Salon“ erst während seiner 15. Frühjahrsmesse für Kunst und Design, dem „Pavillon des Arts et du Design“ (PAD) Ende März entwickelte, konnte Perrin innerhalb der kurzen Zeitspanne von zwei Monaten nicht die nötige Anzahl an Ausstellern überzeugen.  Dennoch ist er zuversichtlich, die Organisation des „Salon“ für das Jahr 2012, parallel zur Antiquitäten-Biennale, durchziehen zu können.

Paris versus Maastricht

Übrigens diskutierte der französische Antiquitäten- und Gemäldehändler-Verband, der die Biennale organisiert, eine  Messe im Jahreszyklus einzurichten. Die Idee wurde aber wieder verworfen. Die Franzosen würden gerne mit einer Pariser Herbst-Messe gegen die Vormachtstellung der TEFAF in Maastricht angehen, aber realistische Händler wissen, dass dieser Zug längst abgelaufen ist. Darum unterstützte der Präsident des Antiquitäten-Verbandes, Christian Deydier, den geplanten „Salon“ von Patrick Perrin freundschaftlich, aber vergebens.

Drei Rohrkrepierer

Perrins Problem ist nun, dass er bereits den dritten angekündigten Salon absagen muss. Im Januar 2009 kündigte er eine asiatische Version seiner Kunst- und Design-Messe PAD in Singapur an: der „PADSINGAPORE“ war für September 2011 im Hotelkomplex „Marina Bay Sands“ angesagt. Im Oktober 2010 teilte Perrin mit, er würde den asiatischen PAD von Singapur nach Hongkong, parallel zur Gegenwartskunstmesse „HK Art“ Ende Mai verlegen. Ein Plan, den er stillschweigend aufgab. Ende 2010 gab Perrin bekannt, seinen bereits in Paris und London bewährten PAD in New York zu starten. „PAD New York“ sei nach wie vor vom 10. bis 14. November 2011 vorgesehen, heißt es derzeit. 

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