Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.03.2012

16:29 Uhr

Leichter Quotenzuwachs

Gottschalk talkt sich langsam aus der „Todeszone“

Nach dem miesen Start seiner ARD-Talkshow sieht Thomas Gottschalk ein kleines Licht am Ende des Tunnels: Dank neuem Studio-Publikum gewinnt der Ex-„Wetten, dass..?“-Moderator auch etwas mehr Quote. - Ob das reicht?

Moderator Thomas Gottschalk posiert mit Zuschauern nach der Ausstrahlung: Das Studio-Publikum soll den TV-Talk retten. dpa

Moderator Thomas Gottschalk posiert mit Zuschauern nach der Ausstrahlung: Das Studio-Publikum soll den TV-Talk retten.

MünchenDie Gerüchteküche um Thomas Gottschalk und seine im Quotentief dümpelnde ARD-Show „Gottschalk live“ brodelt. Von einer möglichen Ko-Moderatorin ist die Rede, von einem neuen Sendeplatz - und sogar davon, dass Gottschalk hinschmeißen könnte. Letzteres aber scheint aus der Luft gegriffen: Am Montagabend läutete der 61-Jährige erstmals vor Fernsehpublikum den Neustart der Sendung ein. Er wolle mit seiner Karawane „aus der Todeszone in Richtung blühende Landschaften“ aufbrechen - dass die Einschaltquote der Show diesmal höher war als zuvor, erscheint da wie ein Silberstreif am Horizont.

Insgesamt 1,41 Millionen Menschen schalteten am Montag Gottschalk ein, was einer Quote von 5,2 Prozent entspricht. Dies sind zwar immer noch miserable Zahlen gemessen an dem ursprünglich von Gottschalk ausgegebenen Ziel einer zweisteilligen Quote. Doch gemessen an den vergangenen Sendungen erscheint die Zuschauerzahl wie die Hoffnung auf bessere Zeiten - es war die beste Quote diesen Monats, zuletzt war die Sendung sogar wiederholt unter die Marke von einer Million gerutscht. Ein Desaster.

Gottschalk weiß, was die Stunde geschlagen hat. Er arbeitet inzwischen mit einem neuen Redaktionsleiter und trat am Montag zum ersten Mal vor Publikum auf. Diese Woche soll noch eine Übergangsphase sein, in der auch das Studio komplett neu eingerichtet wird. „Wir gehen nicht, wir bauen um,“ begrüßte er seine Gäste. In der kommenden Woche soll es dann in neuer Umgebung richtig losgehen. Der erste Eindruck vom Montag war positiv: Der direkte Kontakt zu den Zuschauern hat Gottschalk gut getan, der Applaus und das Lachen über gelungene Gags wirkte belebend, das Gespräch mit „Tagesschau“-Moderator Jan Hofer kurzweilig.

Aber alles steht noch immer unter dem Eindruck des negativen Sogs, in den die Sendung seit ihrem Start Ende Januar geraten war. Damals hatten noch mehr als vier Millionen Menschen eingeschaltet, es blieb die einzige Sendung mit einer zweistelligen Einschaltquote. „Viele haben sich Gedanken gemacht, was wird aus dieser Sendung. Ist 'Gottschalk live' bereits am Ende?“, fasste der mit „Wetten, dass..?“ zur Legende gewordene Moderator die Stimmung zusammen.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

black

20.03.2012, 17:07 Uhr

Wer bitte braucht das, mit unseren Gebühren?
Die Anzahl der "Laber-Rhababer-Sendungen" zur Volksbenebelung nimmt derart zu,das man sich nur noch an den Kopf fassen kann. Lustigerweise kommt bei dem ganzen Geschwafel gar nichts bei raus. Ich frage mich, warum überhaupt Zuschauer in diese Sendestudios gehen. Erstaunlicherweise nimmt die Anzahl und Austrahlungszeiten der niveauvolleren Sendungen rapide ab.

Gotti

20.03.2012, 18:02 Uhr

ganz einfach. Es gibt kaum noch niveauvolle Deutsche.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×