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06.03.2006

12:07 Uhr

Aufräumarbeiten

Lage in Schneegebieten entspannt sich

Am Montag hat sich die Lage im Süden Deutschlands nach dem Schneechaos etwas entspannt. Nach Polizeiangaben sind die Autobahnen in Baden-Württemberg und Bayern wieder befahrbar und die meisten Bahnstrecken nicht mehr blockiert. Die Aufräumarbeiten laufen nun auf Hochtouren.

Ein Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerkes fräst Schnee vom Dach eines Supermarktes in Bad Dürrheim.

Ein Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerkes fräst Schnee vom Dach eines Supermarktes in Bad Dürrheim.

HB HAMBURG/MÜNCHEN. Auch in anderen Alpenländern kehrte langsam wieder Normalität ein. In Frankreich mussten jedoch mehr als 3 000 Wintersportler die Nacht in Notherbergen verbringen. Die Meteorologen gaben Entwarnung: „Das Schlimmste ist vorbei“, sagte ein Mitarbeiter des Wetterdienstes Meteomedia. Zwar bringt das Tief „Aurisa“ weitere Schneeschauer nach Deutschland. Ergiebig schneien soll es am Dienstag aber nur noch im Allgäu, im Chiemgau und im Erzgebirge. Am Mittwoch setzt laut Meteomedia von Süden und Westen her Tauwetter ein.

Probleme gab es zum Wochenbeginn noch im Nahverkehr einiger bayerischer Städte. In München und Augsburg mussten vor allem die Gleisbetten der Straßenbahnen von den gewaltigen Schneemassen frei geräumt werden. Nur eine von zehn Linien in München konnte zunächst wieder fahren, wie ein Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft berichtete. In Augsburg fuhren die Straßenbahnen nur im Notbetrieb. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di reagierte auf das Schneechaos und setzte die Streiks an den bayerischen Straßenmeistereien in Dingolfing, Abensberg, Landshut, Deggendorf, Hauzenberg, Vilshofen und Pfarrkirchen aus.

Über schneefrei konnten sich am Montag Schüler in Bayern und Baden-Württemberg freuen. In den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Starnberg, Landsberg am Lech, in Kaufbeuren, im Zollernalbkreis sowie im Landkreis und in der Stadt Augsburg fiel der Unterricht aus. Auch in München, in Türkheim, in Mindelheim und in Icking waren einzelne Schulen geschlossen.

Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb blieben zunächst noch einige Kreis- und Landstraßen gesperrt. Neuschnee und Frost bis minus 16 Grad gab es im Nordosten. Ein Unfall-Schwerpunkt am Montagmorgen war mit rund 35 Unfällen Westmecklenburg. In den Alpen herrschen beste Wintersportbedingungen, aber weiter auch große Lawinengefahr. In manchen Skigebieten wurden Lawinen vorsorglich ausgelöst. In Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und in der Steiermark galt Warnstufe 3 auf der fünfteiligen Skala, in Teilen Salzburgs und in Kärnten sogar Warnstufe 4. In Kärnten waren zu Wochenbeginn noch rund 2 000 Haushalte ohne Strom.

In den französischen Alpen verbrachten mehr als 3 000 Wintersporturlauber die Nacht in Notherbergen, weil Schneeabgänge ihnen den Weg zu den Skistationen versperrt hatten. In Val d'Isère, Tignes, Bourg-Saint-Maurice und Moutiers richteten die Gemeinden im Tal Unterkünfte für die Urlauber ein. Die am Sonntag wegen der starken Schneefälle gesperrte Départementstraße 902 zu den Stationen Tignes und Val d'Isère in Savoyen wurde am Montag wieder geöffnet.

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