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13.04.2013

16:39 Uhr

Dress for Peace

Gewebte Friedensbotschaften

VonInge Hufschlag

Überall stehen die Zeichen auf Krieg – Nordkorea provoziert die USA, zwischen Israel und Palästina sind die Fronten verhärtet. Da tut Mode Not, die ein wenig mehr Friedensstimmung verbreitet und hilft, Gutes zu tun.

Sag's mit deinem Shirt: Frieden und Freiheit. picture-alliance/ dpa/dpawebdpa/ picture alliance

Sag's mit deinem Shirt: Frieden und Freiheit.

Mode ist immer auch Kommunikation, Statement des Trägers zu seiner Person oder seinen Beweggründen. Man kann sich auch politische Statements zur Brust nehmen. Eines der bekanntesten Zeichen, das weltweit verstanden wird, ist das CND-Symbol (Campaign for Nuclear Disarmament).

Der britische Künstler Gerald Holtom entwarf es 1958 für die britische Kampagne zur nuklearen Abrüstung. Dafür kombinierte er zwei Zeichen aus dem Flaggen-Alphabet der Marine, das N für nuclear (atomar) – dargestellt mit nach unten abgespreizten Armen, und das D für Disarmament (Abrüstung) – ein Arm nach oben, einer nach unten. Drumherum malte er einen Kreis.

Fertig war das perfekte, ebenso schlichte wie dekorative Friedenssymbol Ux262E. Seitdem ziert es weltweit abertausende T-Shirts, mal schlicht schwarz auf weiß oder umgekehrt, mal weiß auf grün, für Mädels schon mal aus glitzernden Swarovski-Steinchen.

Auch Mode-Designer nahmen sich seiner an. Moschino verpasste dem CND-Symbol für seine Love-Collection ein Leopardenmuster. Erstaunlich, dass es nie als eingetragenes Markenzeichen geschützt wurde. Seine friedliche Nutzung steht also unbegrenzt allen Weltbürgern offen. 

Das strapazierfähige Motiv wird auch gern aus zweiter Hand genommen. Auf Flohmärkten findet man leicht ausgewaschene und ausgefranste Exemplare mit dem nicht nur als Hühnerklaue oft fehl interpretierten Symbol. Passt übrigens prima zum gerade wieder angesagten Flower Power Revival in der Mode. 

Alternative: Weiße Friedenstaube auf blauem Grund, seit den 80-ern vor allem hierzulande flatterhaftes Symbol der Friedensbewegung, kreiert im Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss. Gibt’s sogar in manchen Museums-Shops. 

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